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Bad Nenndorfer stellt in Venedig aus

Ein Traum wird wahr Bad Nenndorfer stellt in Venedig aus

Es ist wohl der größte Wunsch eines Künstlers, seine kreative Arbeit einem breiten Publikum zugänglich machen zu können. Der gebürtige Bad Nenndorfer Eugen Schütz hat genau das geschafft, wovon andere nur träumen: Er durfte seine Kunst bei der Internationalen Kunstausstellung in Venedig präsentieren.

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Eingewöhnung abgeschlossen

Eugen Schütz beim Aufbau seiner Skulptur.

Quelle: PR

BAD NENNDORF/VENEDIG. Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. November. Die Kunstbiennale erfährt international eine Menge Aufmerksamkeit und ist etwa mit der Documenta in Kassel vergleichbar. Künstler wie Yoko Ono, Jeff Koons oder Markus Lüppertz sowie viele andere aus mehr als 40 Nationen stellen dort in einem Palazzo aus.

„Als ich mich vor 20 Jahren auf der ‚Skulptur Projekte’ in Münster an einer Performance beteiligt hatte, kam schon ein gewisser Wunsch auf, auch einmal vielleicht als Künstler dabei sein zu dürfen“, so Schütz. Dass sich dieser Wunsch sogar in Venedig erfüllt, davon hat der 58-Jährige nicht zu träumen gewagt. Der Kunstschaffende aus Vaihingen an der Enz ist in der Kurstadt aufgewachsen und zur Schule gegangen. Der begeisterte Fußballer hat sich in der Jugendarbeit des VfL Bad Nenndorf engagiert und eine Ausbildung zum Augenoptiker bei Brillen Rasche absolviert.

Recycling-Künstler aus Leidenschaft

Ende der siebziger Jahre siedelte der 58-Jährige nach Baden-Württemberg um. Seine Liebe zur Kunst entdeckte er nach einer Afrikareise und ist seither als Recycling-Künstler tätig. Dabei arbeitet er vorwiegend mit Stahlabfällen der Industrie, mit Holz, natürlichen Materialien und mit farbigen Kunststoffresten. Und nun hat es Schütz geschafft. Er wurde als Bildhauer für die Biennale in Venedig nominiert. „Personal Structures – open borders“, wie die Ausstellung mit seiner Beteiligung im Palazzo Mora heißt, bietet einen Querschnitt der modernen Kunst aus heutiger Zeit, dieses Jahr besonders der Bildhauerei.

Damit soll das Bewusstsein für die philosophischeren Themen der zeitgenössischen Kunst, der Architektur sowie der Kunst und Kultur im Allgemeinen gestärkt werden. „Darüber hinaus stimuliert die Ausstellung eine bewusste Beziehung vom Zuschauer zu seiner täglichen Umgebung, um das Bewusstsein für die eigene persönliche Existenz zu erhöhen, als Menschen, die von einer bestimmten Kultur innerhalb von Zeit und Raum beeinflusst werden“, so Schütz.

Mehrere Tausend Gäste

Allein die Vernissage war für den 58-Jährigen überwältigend. Schütz spricht von „mehreren Tausend Gästen“, die in den vier Stockwerken des Palazzo Mora, die die zum Teil mehrere Tonnen schweren Skulpturen bewunderten – für den gebürtigen Bad Nenndorfer ein einmaliges Erlebnis, dass er mit etwa 300 anderen Künstlern, davon etwa aus 20 Deutschland, teilen durfte. js

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