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Bäcker soll bleiben

Drohender Leerstand Bäcker soll bleiben

Die Stadt Bad Nenndorf versucht derzeit, einen weiteren drohenden Leerstand abzuwenden: Der Bäckerei Bernhard soll eine Außenbestuhlung erlaubt werden, da das Unternehmen sonst abwandern würde.

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Die kleineren Ladenlokale in der Innenstadt sind die Sorgenkinder, weil die Interessenten rar sind.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Und dieser Schritt käme für Bad Nenndorf zur Unzeit: Gerade erst hatte mit dem City-Frische-Markt die im selben Gebäude ansässige Bäckerei dichtgemacht. Aus Ärger über das Verbot der Außengastronomie erwog nun auch die Bäckerei Bernhard – keine 200 Meter entfernt – die Schließung zum 26. Januar. Entsprechende Schilder standen bereits vor dem Geschäft.
Stadtdirektor Mike Schmidt erfuhr von dem Vorgang erst durch diese Zeitung und handelte umgehend. Er setzte sich mit dem Betreiber in Verbindung und versprach, nach einer Lösung zu suchen. Denn die Stadt hatte sich bereits bemüht, per Sondernutzungsrecht zu helfen. Doch die Sache ist vertrackt. Das Bauordnungsamt des Landkreises hatte die Außengastronomie zwischen dem Ladenlokal und der Hohlen Straße mit der Begründung untersagt, dass dort zwei Parkplätze ausgewiesen sind. 20 Stellplätze sind an dem Gebäudekomplex vorzuhalten, ohne die beiden Flächen bleiben nur 18.
Die Bäckerei Siebrecht hatte dort aber jahrelang Tische und Stühle stehen und sogar eine Tür zu diesem Bereich installiert. Offenbar ohne Genehmigung. Die Stadt Bad Nenndorf setzte zwischenzeitlich sogar eine Laterne davor, die erst einmal zu entfernen wäre, ehe Autos in der Nische parken könnten.
Schmidt und Kreis-Sprecher Klaus Heimann waren am Freitag jedoch optimistisch, dass eine Lösung gefunden wird und der Bäcker seine Sitzplätze doch noch bekommt. Dann wäre die Schließung abgewendet, so Schmidt. Im Gespräch ist eine finanzielle Ablösung der Stellplatz-Vorgabe durch den Gebäude-Eigentümer. Dann müsste die Stadt an anderer Stelle zusätzliche Parkflächen schaffen.
Hinsichtlich des City-Frische-Marktes macht sich Schmidt keine Sorgen: Dort werde bald ein Nachfolger angesiedelt – nahezu täglich meldeten sich Interessenten. Ein Lebensmittler und eine Bäckerei seien aber unwahrscheinlich. Bauchschmerzen bereiten dem Stadtdirektor eher die kleinen Lokale, die derzeit leer stehen. Dafür Interessenten zu finden, sei viel schwieriger, weil es sich nicht um große Ketten handle, die die Stadt auf eigene Initiative ansprechen kann.
Doch auch in diesem Bereich hat Schmidt frohe Kunde: In der ehemaligen Buchhandlung an der Bahnhofstraße eröffnet in Kürze ein Sanitätshaus. Und auch in der Fußgängerzone werden zwei Leerstände bald wieder gefüllt. Insofern sei der Negativtrend der vergangenen Monate gestoppt.

Von Guido Scholl

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