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Bahn fordert Schadensersatz von Aktivisten

Nach Nazi-Aufmarsch Bahn fordert Schadensersatz von Aktivisten

Die Blockierung des Bad Nenndorfer Bahnhofs durch linke Protestler gegen den Nazi-Aufmarsch fand zwar viel Zustimmung beim bürgerlichen Lager, könnte aber für einige der Demonstranten ein Nachspiel haben.

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Gegendemonstranten hatten am vergangenen Sonnabend für zwei Stunden den Zugverkehr am Bahnhof lahm gelegt, um den Nazis die Anreise zu erschweren.

Bad Nenndorf. Etwa 150 Personen hatten am vergangenen Sonnabend für zwei Stunden den Zugverkehr am Bahnhof lahm gelegt, um den Nazis die Anreise zu erschweren. Doch nicht nur die Rechten mussten deswegen zu Fuß marschieren, auch der Otto-Normal-Reisende musste an jenem Tag mit vielen Einschränkungen zurecht kommen.
Nicht weniger als 51 Regionalzüge waren von der Protestaktion betroffen. 13 von ihnen fielen sogar ganz aus, wie Sabine Brunkhorst, Pressesprecherin der Bahn in Niedersachsen, auf Anfrage berichtet. Es bleibe schließlich nicht nur bei den zwei Stunden, in denen die Demonstranten das Gleis blockierten. „Man muss sich das wie bei einem Stau vorstellen, der löst sich auch erst schleppend auf“, erklärt Brunkhorst.
Ob und wie viele Bahngäste deswegen ihre Reisegebühren zurückerstattet haben wollen, kann die Sprecherin der Bahn nicht sagen. „Aber es wird bestimmt einige geben“, mutmaßt Brunkhorst.
Grundsätzlich versuche die Bahn immer, Regressforderungen geltend zu machen. „Sofern es zur Anzeige kommt und diese Person verurteilt wird, behalten wir uns vor, Schadenersatzforderungen zu stellen“, stellt Brunkhorst klar. Ohne den juristischen Prozess sei dies aber nicht möglich, da die Polizei aus Datenschutzgründen keine Namen weitergibt. js

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