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Balance ist „Nivea für die Stimme“

Interaktives Konzert Balance ist „Nivea für die Stimme“

Der Musik-Leistungskurs des Gymnasiums Bad Nenndorf hat in dieser Woche ein interaktives Konzert mit der Sopranistin Carmen Fuggiss erlebt. Es handelte sich um eine Mischung aus Workshop und Gesangvortrag. Das Konzept stammt von der Jungen Oper Hannover.

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„Miau“: Sängerin Carmen Fuggiss ist keinesfalls schüchtern – sie tut in ihrer Rolle als Katze aber so, als wäre sie es.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Die gut aufgelegte Fuggiss hatte ein Team mitgebracht, zu dem auch ihr Mann, der Pianist und Komponist Jonathan Seers, gehörte. Schnell wurde deutlich, dass Operngesang auch eine gehörige Portion Schauspielkunst beinhaltet. Bei der Ballade vom Erlkönig verkörperte Fuggiss sowohl den unheimlichen Kindsmörder, den Knaben und dessen Vater – und obendrein noch den Erzähler. Seers hämmerte geradezu in die Tasten, denn das Klavierspiel ahmte den Pferdegalopp nach.

Bei der anschließenden Besprechung analysierten die Schüler – von Seers Fragen dirigiert – das Stück. Dass dessen Text von Goethe stammt, wussten die meisten, dass Schubert die Musik geschrieben hat, war nur einem Schüler geläufig.

Jede Strophe mit Gestik und Mimik inszeniert

Zu Schubert und Goethe hatte Seers eine Anekdote parat: Der Komponist sandte dem Dichter seine Lieder zu, doch Goethe schickte sie unkommentiert zurück. Warum? Zu sehr hatte Schubert mit der eindrücklichen Komposition das dichterische Werk an sich gerissen. „Das war Goethe zu aufdringlich“, mutmaßte Seers. Ganz anders Brahms‘ „Drunten im Tal“. Dabei untermalt die Musik den Text lediglich. Allerdings mussten die Schüler selbst in Aktion treten. Zu jeder Strophe stellte sich eine Gruppe so auf, dass Gestik und Mimik zum jeweiligen Textinhalt passten. Fuggiss wandelte während des Singens von Station zu Station. Textinhalt ist aber auch nicht zwingend nötig, um eine Geschichte zu erzählen. Dies belegten Fuggiss und Seers, indem sie im Duett die Annäherung eine Katzenpaares mimten. Der einzige Laut: Miau.

Stimme braucht Pflege

Darüber hinaus lernten die Schüler viel über die Stimme und deren Pflege. Die Laute entstehen demnach nicht an den Stimmbändern. Dessen Vibrationen erzeugen die Klänge erst in den Resonanzkörpern des Kopfes – beispielsweise Stirn- und Nasennebenhöhlen. Um die Stimme nicht im Laufe der Karriere zu überreizen, braucht es Pflege. „Nivea für die Stimme“ (Fuggiss) ist beispielsweise eine gute Balance zwischen Training und Ruhe. Außerdem sollen Sänger viel trinken.

Der besonderen Reiz dieses hautnahen Erlebnisses war, dass die Gymnasiasten Fuggiss bereits mehrmals live auf der Bühne der Oper Hannover gesehen und gehört hatten. In Kürze besuchen sie eine weitere Vorstellung der Sopranistin. Na denn: Miau! gus

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