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Bauausschuss berät über Straßensanierungen

Reparieren oder sparen? Bauausschuss berät über Straßensanierungen

Wie mit den vielen maroden Straßen im Stadtgebiet umzugehen ist, hat der Bauausschuss eingehend diskutiert. Doch in Anbetracht der Sparziele kam es bei den Haushaltsberatungen zu keiner Entscheidung.

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Der Glückaufweg soll 2016 überarbeitet werden.

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). Die Politiker waren unsicher, ob nicht mehr Geld für Straßenreparaturen für das Jahr 2016 eingeplant werden sollte. Der Etatentwurf sieht nur 10000 Euro für schnelle Ausbesserungsarbeiten vor. Allerdings wies Heinrich Steding (CDU) auf mehrere Straßen hin, die in schlimmen Zustand seien und teils tiefe Schlaglöcher aufweisen.

 Besonders eklatant sei dies in Waltringhausen an der Bantorfer Straße. Dort seien die Löcher so tief, dass sogar schon die Tragschicht betroffen sei. Möglicherweise spare es unterm Strich Geld, den Weg jetzt komplett zu sanieren.

 Der Ausschussvorsitzende Herbert Kruppa (SPD) stimmte zu, doch es gelte auch ein Spargebot, gab er zu bedenken. Frank Steen (WGN) vertrat die Ansicht, dass eine Reparatur der Rotrehre wichtiger wäre als die der Bantorfer Straße. Die Verwaltung solle eine Liste der dringlichsten Straßensanierungen erarbeiten. Christine Cronjäger (SPD) erinnerte in dem Zusammenhang an die vielen kaputten Straßen im Bereich Bückethaler Landwehr.

 Der Bauausschuss will sich die für Sanierungen infrage kommenden Straßen im Frühjahr anschauen und dann entscheiden, was zuerst gemacht wird. Somit beließ es der Ausschuss jedoch bei 10000 Euro für Reparaturen. Ebenfalls im Plan stehen 30000 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen an Straßen. 26000 Euro sind für die Reparatur des Glückaufwegs eingeplant, der Posten soll aber auch für weitere Arbeiten an vergleichbaren Wegen reichen.

 Für den Steinbrink in Riepen stehen 450000 Euro im Etat – der Großteil dieser Summe stammt aus dem Haushalt 2015, weil die Arbeiten noch nicht begonnen werden konnten. Die Hälfte des Geldes erhält die Stadt in Form von Zuweisungen aus der Dorferneuerung, 115000 Euro zahlen die Anlieger.

 Ralph Tegtmeier (SPD) erkundigte sich, ob nicht auch weitere Dorferneuerungsmaßnahmen in 2016 in Angriff genommen werden können. Schließlich drohe Zeitdruck für die verbleibenden Projekte. Bauamtsmitarbeiterin Mandy Keppel sagte zu, dass darüber noch zu sprechen sein wird. Für den Radweg entlang der K49 und K48 sind 55000 Euro inklusive Planungskosten veranschlagt.

 Um einen Überweg an der Kreuzung Grüner Weg/Horster Feld neu zu gestalten, stehen 15000 Euro zur Verfügung. Tegtmeier sagte, dass es an der Triftstraße eine ganz ähnliche Stelle gebe, Hans-Walter Sattler (WGN) stimmte zu. Zwar werde dort langsamer gefahren, doch in einigen Jahren dürfte an der Stelle ebenfalls Arbeiten nötig werden.

 Für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung an der unteren Bahnhofstraße und der Horster Straße waren 280000 Euro eingeplant. Frank Steen (WGN) regte an, diese Summe um jene 39000 Euro zu reduzieren, die für die Ampel an der B442 mehr aufgenommen werden mussten (wir berichteten). Dann bleibe der Etat ausgeglichen – der Ausschuss senkte den Ansatz gleich auf runde 240000 Euro.

Verkehr und Gewerbe

Ralph Tegtmeier (SPD) regte an, Geld für das Erstellen eines Verkehrskonzeptes in den Etat aufzunehmen. Dazu soll die Verwaltung Vorschläge ausarbeiten. Frank Steen (WGN) lehnte dies ab: Es habe bereits viele Gutachten gegeben, die zu nichts geführt hätten. Dass der Ortskern Bad Nenndorfs entlastet werden kann, hielt der WGN-Politiker für wenig wahrscheinlich.
Für den Ankauf von Gewerbeflächen stehen 460 000 Euro im Haushaltsplan 2016. Damit soll die Gehrenbreite erweitert werden (wir berichteten). Dort ist unter anderem die Ansiedlung einer Pilzzucht vorgesehen. An Erlösen erwartet die Stadt aus Grundstücksverkäufen 1,27 Millionen Euro. Allein 840 000 Euro soll der Verkauf der gesamten zusätzlichen Gewerbeflächen an der Gehrenbreite einbringen. 

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