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Bayern sollen bei Therme helfen

Bad Nenndorf Bayern sollen bei Therme helfen

Im vergangenen Frühjahr war bekannt geworden, dass die Stadt Bad Nenndorf mit dem Land Niedersachsen darüber verhandelt, die Landgrafentherme zu übernehmen. Seither werden Gespräche geführt, eine Einigung ist aber noch nicht in Sicht. Jetzt hat sich die Verwaltung eine Fachfirma an die Seite geholt, die ihr beratend zur Seite stehen soll.

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BAD NENNDORF. Dabei handelt es sich um GMF Neuried aus Bayern. Nach Worten von Stadtdirektor Mike Schmidt hat sich das Unternehmen auf Beratung und Betrieb von Thermen spezialisiert. „Wir brauchen jemanden, der uns im Übergabeprozess berät“, so Schmidt. Schließlich fehle der Verwaltung das Fachpersonal für bestimmte Dinge, die beispielsweise die Technik in der Therme oder das Aufstellen eines Nutzungskonzepts betreffen. „Wir wollen die Therme aber nicht fremdvergeben“, so Schmidt.

Es gehe darum, einen Begleiter zu haben, „der uns zeigt, wie man fachmännisch eine Therme an den Markt bringt.“ Die Stadt trage eine hohe Verantwortung, da die Therme ein touristischer Magnet für ganz Schaumburg sei. Außerdem fließt Steuergeld in die Übernahme und den Betrieb der Wellness-Einrichtung. Apropos Finanzen: Auch die Wirtschaftlichkeit wird geprüft. Möglich ist nach Angaben Schmidts sogar, dass die Regel, wonach Badehäuser defizitär sind, bei der Therme nicht zutrifft. „Vielleicht gibt es am Ende sogar eine schwarze Null“, hofft der Stadtdirektor.

Ehemalige Kurverwaltung und Zanderhaus gehören mit zum Paket

In den kommenden Wochen wollen Vertreter von GMF und der Verwaltung die Therme noch mal in Augenschein nehmen und ihre Verhandlungsposition auf den neusten Stand bringen. Dabei machen sie auch vor der ehemaligen Kurverwaltung und dem Zanderhaus an der Poststraße nicht Halt. Denn jene gehören ebenfalls zum Paket, das das Land an Bad Nenndorf abgeben will. Unter anderem ist die Blockheizung der Kurverwaltung mit der Therme verbunden. Wie es mit den Immobilien weitergehen soll, fließt ebenfalls in die Überlegungen von GMF und Verwaltung hinein.

Verhandlungen zur Übernahme von Staatsbad-Bereichen hatte es in Bad Nenndorf bereits im Jahr 2004 gegeben. Sie mündeten 2005 in die Teilkommunalisierung des Staatsbades. Bei diesem Prozess übernahm die damals noch schuldenfreie Stadt die historischen Gebäude im Kurpark sowie den Landschaftsgarten selbst.

Kosten sind schwierig zu decken

Das Land Niedersachsen verpflichtete sich im Gegenzug zu jährlichen Zahlungen an die Stadt. Der Betrieb der Gebäude und des Parks kostet schließlich viel Geld. Im Laufe der Jahre sollte Bad Nenndorf einen Weg finden, diese Aufgaben aus eigener Kraft zu finanzieren, was viele Beobachter seinerzeit bezweifelten. Die Zweifler bleiben wohl im Recht, weil auch heute noch nicht genügend Geld mit dem Park und den Gebäuden zu verdienen ist, um die Kosten zu decken.

Die finanziellen Beihilfen des Landes aus der Teilkommunalisierung fließen nur noch bis 2018. Möglich, dass die Verhandlungen über die Übernahme der Therme in neue Ausgleichszahlungen münden. js

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