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„Beerdigung“ nur verschoben?

Kulturforum Bad Nenndorf „Beerdigung“ nur verschoben?

Vorbeigeschrammt: Das Kulturforum hat bei seiner Mitgliederversammlung die Havarie abgewendet, obwohl kein neues Personal an Bord geholt werden konnte.

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BAD NENNDORF. Sein Antrieb, vor zwei Jahren dass Kulturforum zu übernehmen, sei gewesen, neue Wege zu finden, sagte der Noch-Vorsitzende Braun eingangs der Mitgliederversammlung in dieser Woche. Die Beweggründe zum jetzigen Rückzug seien rein privater Natur. Schade fand Braun, dass auch sein Stellvertreter, Hans-Joachim Etter, aus persönlichen Gründen seinen Hut nehmen muss.

Der Arbeitsaufwand des Vorsitzenden sei nicht exorbitant groß, betonte Braun, weil die Aufgaben auf mehrere Vorstands- und Beiratsmitglieder verteilt werden. Das gesamte Team – außer Braun und Etter – stehe auch weiterhin für die Arbeit im Kulturforum zur Verfügung. Dann kam der spannende Moment, als Braun um Vorschläge für seine Nachfolge bat.

Vorsitzender gesucht

Theaterkreisleiterin Hannelore Krage lehnte die Übernahme des Chefpostens rundweg ab. Georg Kovács, der seit 2015 für den Musikbereich verantwortlich zeichnet, sagte, er habe noch nicht die Kapazitäten für die Führung des Kulturforums. „Dem würde ich nicht gerecht werden“, sagte Kovács. Zur Übernahme des Stellvertreterpostens sei er wohl bereit, und dann könne er sich möglicherweise auch so einarbeiten, dass er in absehbarer Zeit den Vorsitz übernimmt.

Da Krage und Schatzmeisterin Helga Knoblauch bestätigten, ihre Arbeit in gewohnter Form fortzuführen, versuchte der frühere Kulturforumsleiter, Karl-Heinz Werner, Kovács die Chefrolle dennoch schmackhaft zu machen. So wurde die Frage diskutiert, ob nicht auch ein Vorsitzender ohne Stellvertreter ausreichen würde.

Braun erklärte sich daraufhin bereit, noch eine Weile kommissarisch im Amt zu bleiben, wenn Kovács sich zum Vize wählen ließe, was die sofortige Auflösung des Vereins aufschieben würde. Werde in den kommenden Wochen ein Kandidat für den Vorsitz gefunden, könne der Verein fortbestehen. Hilfreich in diesem Zusammenhang ist, dass das Programm bis Juli 2018 bereits steht und ohnehin in der geplanten Form auch abgewickelt werden soll.

Bis September Zeit

Doch es regte sich Kritik. Denn mehrere Vorschläge aus der Mitgliederschaft für einen neuen Vorsitzenden seien ins Leere gelaufen. „Wer sagt, dass jetzt wirklich gesucht wird?“, fragte Daniela Wernicke. „Das ist eine Verschiebung der Beerdigung“, meinte Werner.

Winfried Busse, der einstige Theaterkreisleiter, schlug trotzdem vor, so zu verfahren: Braun bleibt kommissarisch im Amt, und Kovács übernimmt seine Stellvertretung. Kovács wurde anschließend zum Vize gewählt, Knoblauch als Schatzmeisterin bestätigt.

Bis Ende Juli soll dem Vorstand eine Liste mit Kandidaten für die Braun-Nachfolge vorgelegt werden. Dann folgt voraussichtlich im September eine weitere Mitgliederversammlung, bei der der neue Leiter gewählt oder die Liquidierung des Vereins beschlossen wird.  gus

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