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Besitzer der Pension „Haus Helene“ planen Verkauf

Langsam an den Rückzug denken Besitzer der Pension „Haus Helene“ planen Verkauf

Nach über 26 Jahren planen die Besitzer der Pension Haus Helene und des Grillrestaurants Lenchen, Karin und Gerd Küttner, sich aus der Gastronomie zurück zu ziehen und das von vielen Nenndorfern, Urlaubern und Messegästen geschätzte Haus zu verkaufen.

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Sie blicken auf schöne und wechselvolle Zeiten in ihrer gastronomischen Laufbahn zurück: Karin und Gerd Küttner.

Quelle: ar

Bad Nenndorf (ar). „Das Gebäude wurde 1909 für die damalige Eigentümerin Helene Bock gebaut und war damals schon als Pension vorgesehen“, erzählt Gerd Küttner im Gespräch. Über eine wechselvolle Geschichte könnte das Haus heute berichten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs beherbergte es im vorderen Bereich, wo sich heute das Restaurant befindet, sogar einen Kolonialwarenladen. Im und nach dem Krieg wurde es von den Engländern als Hospital genutzt.

 Als Helene Bock 1967 starb, erwarben Gerd Küttners Eltern das Objekt von den Erben und führten es als Pension weiter. 1988 fragten sie ihren Sohn, ob er übernehmen wolle. „Zuerst wollten wir das gar nicht“, verrät er heute. In Hannover hätten er und seine Frau Karin ein Restaurant geführt, das zwar gepachtet gewesen sei. „Aber wir konnten uns nicht vorstellen, aus der Großstadt wegzuziehen. Wir waren ja noch jung.“

 Nach reiflicher Überlegung führten sie jedoch für ein halbes Jahr gemeinsam mit den Eltern den Betrieb. Im Januar 1989 war es dann soweit: Die Beiden übernahmen das Ruder und ahnten noch nicht, wie sehr sie sich immer wieder neu auszurichten hatten. Der Anfang sei nicht schwer gewesen. Dann aber folgten Reformen auf dem Gesundheitssektor, und es war oftmals Einfallsreichtum gefragt.

 „Im Jahr 2000 kamen viele Expo-Gäste zu uns. Seitdem buchen viele Messegäste hier ihre Unterkunft“, führt Karin Küttner aus. 2008 brach nach umfangreichen Aus- und Umbaumaßnahmen und der Einrichtung des Restaurants Lenchen eine neue Zeit an.

 Die vielen Stammgästen seien schon ein bisschen traurig, geben die Küttners zu. Die Frage „Eine rote oder schwarze Helene als Aperitif?“ kennt wohl jeder, der hier sein vom Chef persönlich kredenztes Essen genossen hat. Sonderwünsche wie vegetarische Gerichte erfüllen die beiden immer gern. Auch Literarisches findet seinen Weg ins Haus Helene – gern trägt Gerd Küttner Wilhelm-Busch-Zitate vor.

 Nun haben sie beschlossen, „die Fühler nach einem Nachfolger auszustrecken“. „Wir haben keine Eile“, betonen beide. Sie wollen das Haus an einen passenden Käufer übergeben und sich Zeit lassen, bis ihnen der Richtige über den Weg läuft.

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