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Besser Hubschrauber als Freibad

Bad Nenndorf Besser Hubschrauber als Freibad

Eine erneute Diskussion um die Möglichkeit, in Bad Nenndorf ein Freibad zu bauen, hat sich beim letzten Treffen des Behinderten- und Seniorenbeirats für das Jahr 2015 entwickelt.

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Ob nun per Helikopter oder doch per Bus – Schwimmfreunde sollen in benachbarte Freibäder transportiert werden.

Quelle: dpa, Montage: Harmening

Bad Nenndorf. Mehrere Beiratsmitglieder pochen weiterhin darauf, dieses Projekt nicht gänzlich zu beerdigen. Stadtdirektor Mike Schmidt blieb in der Sache jedoch eisern: Ein Freibad lehnt er nach wie vor ab.

Dass der Vorstoß ausgerechnet aus der Interessenvertretung der älteren Nenndorfer kommt, mag überraschen. Doch Siegfried Kreft, der den Freibad-Wunsch am vehementesten vertrat, tat dies speziell mit Blick auf die Jugend. Um deren Schwimmfähigkeit sei es zunehmend schlecht bestellt. Daher seien zusätzliche Möglichkeiten für den Erwerb von Schwimmabzeichen zu schaffen.

Schmidt hielt dagegen, dass in Bad Nenndorf Schwimmunterricht im Hallenbad angeboten wird. Darüber hinaus gebe es im näheren Umkreis wohl keine Stadt mit einer größeren Schwimmbaddichte. Schmidt zählte aber außer der Landgrafentherme auch die Bewegungsbecken der Kliniken mit. Im Beirat erntete der Stadtdirektor Gegenwind: Kinder seien selbst in der Therme nicht gern gesehen, weil sich ältere Besucher von ihnen gestört fühlen.

Doch vor allem führte Schmidt das Kostenargument ins Feld: Ein Freibad werde an 40, maximal 60 Tagen pro Jahr genutzt. Der Betrieb verursache – von der einmaligen Investition für den Bau einmal abgesehen – jährlich einen Kostenzuschuss von etwa einer Viertelmillion Euro. „Ich könnte wahrscheinlich jeden Bad Nenndorfer, der es wünscht, mit dem Hubschrauber in eines der umliegenden Freibäder bringen lassen, und das wäre immer noch günstiger, als ein Neues zu bauen“, formulierte es Schmidt überspitzt.

Auch Beiratsvorsitzender Klaus-Dieter Salzbrunn gab zu bedenken, dass der Kurstadt nach wie vor droht, dass sie das Hallenbad übernehmen muss (wir berichteten). Und dieses verursacht Schmidt zufolge pro Jahr 700000 Euro Zuschussbedarf. Doch Kreft insistierte: Ihm sei bewusst, dass es sich bei einem Bad immer um ein Zuschussobjekt handele.

Schmidt erinnerte an die Idee, einen Freibadbus zu organisieren, der im Sommer Menschen aus Bad Nenndorf ins Rodenberger Freibad transportiert. Jenseits der Freiluftsaison könnte sich die Kurstadt revanchieren, indem sie Rodenberger ins Hallenbad kutschiert. „Ich befinde mich da mit dem Kollegen Georg Hudalla in guten Gesprächen“, so Schmidt.

Elisabeth Wegner riet dazu, die DLRG für dieses Projekt ins Boot zu holen. Die Grundschulen Lauenau und Rodenberg bugsieren bereits jetzt Schüler zum Schwimmunterricht in das Bad Nenndorfer Hallenbad.

Unterm Strich blieb der Stadtdirektor bei der Linie, die er bereits im Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport vertreten hatte, als die Möglichkeit angesprochen wurde, ein Außenbecken am Hallenbad zu bauen. Doch bereits da hatten mehrere Politiker die Sache nicht ganz fallen lassen wollen. gus

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