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Besserer Standort verhandelbar

Bad Nenndorf Besserer Standort verhandelbar

Das umstrittene Agnes-Miegel-Denkmal soll nach Ansicht der Agnes-Miegel-Gesellschaft (AMG) im Bad Nenndorfer Kurpark stehen bleiben. Das teilt Detlef Suhr, Pressesprecher der Gesellschaft, auf Anfrage mit.

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Der Rat könnte seinen Beschluss zur Entfernung der Agnes-Miegel-Statue aus dem Kurpark rückgängig machen.

Quelle: on

Bad Nenndorf. Von möglichen Verhandlungen über eine freiwillige Verlegung der Statue aus dem Kurpark könne keine Rede sein, sagte Suhr, selbst wenn der Stadtrat seinen Beschluss zur Entfernung des Denkmals vorzeitig aufhebe – wie es Frank Steen von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) kommunizierte (wir berichteten). Auf Diskussionen zum Denkmal-Standort könne man sich grundsätzlich einlassen, allerdings sei nur ein Standort im Kurpark denkbar: „der von der Qualität her mindestens so gut ist, wie der bisherige“, betont Suhr.

 Den Vorschlag des Bad Nenndorfer Verwaltungsausschusses, den Ratsbeschluss vor einem möglichen Bürgerentscheid aufzuheben, begrüße die AMG. Dadurch könnten etwa 8000 Euro gesparrt werden. Zudem könnten Befürworter und Gegner des Denkmals ebenfalls Kosten und Mühen zur Wähler-Mobilisierung sparen. Die etwa 950 gesammelten Unterschriften des Bürgerbegehrens würden ohnehin zeigen, dass die Bad Nenndorfer die Miegel-Statue befürworten. Zudem würde mit dem Rückzug des Ratsbeschlusses der viele Monate geführten Diskussion um den Denkmal-Standort ein Ende bereitet werden.

 Jürgen Uebel, bekennender Gegner der Miegel-Statue und Vorsitzender des Anti-Nazi-Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“, empört sich geradezu über den Vorstoß der WGN zum Beschlussvorschlag beim Verwaltungsausschuss und die Ansichten der AMG. „Wunschdenken statt Kopfrechnen“ kommentiert Uebel die Aussagen über den großen Miegel-Rückhalt in der Bevölkerung. Die 950 gesammelten Unterschriften entsprächen gerade einmal den Stimmen von elf Prozent der Bad Nenndorfer. Die AGM hingegen habe ein halbes Jahr Zeit gehabt, diese einzutreiben. Wenn das Miegel-Denkmal so beliebt sei, hätten deutlich mehr Bürger für den Erhalt unterschrieben. on

KOMMENTAR: Unendliche Diskussion
Von Oliver Nowak

Die Diskussion um den Standort des Agnes-Miegel-Denkmals muss ein Ende haben – durch den Bürgerentscheid.
Die Gegner des Denkmals begehrten einst gegen den Standort im öffentlichen Raum auf. Dann zerstritt sich der Stadtrat zu dem Thema. Im Oktober vergangenen Jahres entschied er mit einer knappen Zweidrittelmehrheit für das Entfernen der Statue. Die Agnes-Miegel-Gesellschaft kritisierte das wiederum und forderte einen Bürgerentscheid. Doch bevor dieser umgesetzt wird, sollte der alte Ratsbeschluss aufgehoben werden, empfahl kürzlich der Verwaltungsausschuss dem Rat.
Damit würde allerdings die Diskussion nur wieder von vorne beginnen. Erneut würden sich die Gegner des umstrittenen Dichterinnen-Denkmals unbeachtet fühlen und die Ratsentscheidung als eine von den Bürgern gewollte anprangern.
Deshalb muss der Bürgerentscheid her. Die etwa 8000 Euro, die dieses Mittel der direkten Demokratie die Stadt kosten soll, sollten es wert sein. Letztlich muss ein Schlussstrich zum Thema Miegel-Denkmal gezogen werden. Und kommt beim Bürgerentscheid nicht die nötige Wahlbeteiligung von 25 Prozent zustande, kann der Rat die Statue auch getrost aus dem Kurpark entfernen lassen – dafür gab es schließlich bereits eine deutliche Mehrheit im Stadtrat.

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