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Betreuer rettet Familienvater das Leben

Waltringhausen Betreuer rettet Familienvater das Leben

Ein Betreuer der Jugendfeuerwehr Waltringhausen hat im Zeltlager bei Wietzendorf einem 43-jährigen Mann das Leben gerettet. Durch sein schnelles Handeln gelang es Martin Roddeck und einer weiteren Helferin, den leblosen Familienvater so lange zu versorgen, bis ein Notarzt eintraf. Roddeck (30) macht wenig Aufhebens um seinen Einsatz: Das sei selbstverständlich gewesen.

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MartinRoddeck hat seine Ersthelferkenntnisse bei der Feuerwehr Waltringhausenerlangt.

Quelle: gus

Waltringhausen. Der Mann war mit einer anderen Gruppe im sogenannten Südsee-Camp zu Besuch, klagte über stechende Schmerzen im Brustbereich und wollte mit dem Auto in ein Krankenhaus fahren. Dann kollabierte er. Roddeck registrierte dies, als er aufgeregte Rufe in der Nähe des Waltringhäuser Zeltes hörte. Seine Gruppe befand sich zu der Zeit am Badesee. Als ihm der Ernst der Lage bewusst wurde, eilte er zu dem leblos am Boden liegenden Mann.

Gezögert habe er keine Sekunde, nur kurz habe er überlegt, welche Technik bei der Herz-Lungen-Massage anzuwenden ist, denn die Empfehlungen ändern sich von Zeit zu Zeit. Dann begann Roddeck, den Brustkorb des Mannes kräftig zu bearbeiten, eine Frau übernahm die Beatmung. 15 Minuten dauerte es, ehe der Notarzt eintraf. Mehrmals wurde der Patient dann mit dem Defibrillator „geschockt“, erst danach setzte der Herzschlag wieder ein.

Der Arzt bestätigte den Ersthelfern nach dem Abtransport des 43-Jährigen, dass der Mann ohne die Herz-Lungen-Massage gestorben wäre. Doch auch jetzt sind Folgeschäden nicht auszuschließen, denn 15 Minuten ohne Herzschlag – das ist auch bei ständiger Beatmung und Brustkorbmassage eine gefährlich lange Zeit. Der Mann musste außerdem wegen einer aufgetretenen Lungenentzündung kurzzeitig ins künstliche Koma versetzt werden. Mittlerweile ist er auf dem Weg der Besserung, Roddeck steht mit der Familie in Kontakt.

Wie ein Held fühlt sich der Suthfelder ohnehin nicht. Er habe das getan, was wohl jeder andere Feuerwehrmann auch getan hätte. Denn seine Ersthelfer-Kenntnisse stammen vor allem vom regelmäßigen Training bei den Brandschützern. Schon in der Jugendfeuerwehr gehöre Erste Hilfe zu den Unterrichtsinhalten. Und die Aktiven werden ebenfalls ständig geschult.

Mit einem Vergleich relativiert Roddeck den Vorfall von Wietzendorf: Die Kameraden der Feuerwehren, die auf die Autobahn ausrücken müssen, um dort Unfallopfer zu bergen, erleben deutlich schlimmere Szenen. gus

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