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Bettler bedrängt Passanten

Kurstadtbewohner beschweren sich Bettler bedrängt Passanten

Einwohner der Kurstadt fühlen sich seit einiger Zeit von einem aggressiven Bettler bedrängt. Der Mann ist der Polizei bekannt und gilt als notorisch auffälliger Querulant.

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Bad Nenndorf. Nach Angaben von Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier handelt es sich um einen Einzelfall in Bad Nenndorf.

Dieser „Einzelfall“ treibt es allerdings reichlich bunt. Nahezu täglich begibt sich der Mann auf Betteltour. Und was die von ihm angesprochenen Passanten vor allem stört, ist seine aggressive Art. Darüber beschwerte sich jetzt ein SN-Leser bei der Redaktion. Auf Anfrage räumte Meier ein, dass der Bettler ein Problem darstellt. „Wir arbeiten an einer Lösung“, betont der Polizeichef.

Denn der Mann falle immer wieder negativ auf, beschimpfe Passanten oder schubse diese sogar, wenn sie ihm kein Geld geben wollen. Eine Anzeige liegt der Polizei bislang vor. Demnach hatte der Bettler einen Bad Nenndorfer gestoßen und ihm leichte Verletzungen zugefügt.

Die Polizei arbeitet laut Meier mit dem Gesundheitsamt zusammen. Denn der Bettler, der seit einigen Jahren im Bereich Rodenberg/Bad Nenndorf lebt, ist dort ebenfalls bereits bekannt. Der sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises betreut ihn. Es stelle sich derzeit aber die Frage, wie die amtlichen Stellen auf den Mann einwirken können. Zumal die Vorfälle, über die sich Bad Nenndorfer bei der Polizei beschweren, zahlreicher werden.

Noch stellt der Bettler nach Einschätzung der Polizei aber weder eine Gefahr für andere noch für sich selbst dar. Erst dann könnten die Behörden Maßnahmen wie Zwangseinweisungen anordnen. Doch das ist Meier zufolge nicht das Ziel der Beteiligten. Diese wollen dem Mann helfen, seine offenkundigen psychischen Probleme in den Griff zu bekommen.

Derzeit ist geplant, die psychosoziale Betreuung zu intensivieren. „Das wird sicher einige Zeit dauern“, glaubt Meier. Sollte sich die Situation nicht bessern, sprich: Sollte der Mann weiterhin mit aggressivem Betteln auffallen, könnte es zu einer temporären Therapie in einer geschlossenen Einrichtung kommen.

Da die Sachlage derzeit nicht für drastischere Maßnahmen ausreicht, rät Meier angesprochenen Passanten dazu, den Bettler möglichst zu ignorieren. Einfach weitergehen und bloß nicht auf Diskussionen eingehen, lautet der Tipp des Polizeichefs. Dieser betont, dass die Beamten das Problem ernst nehmen – vor allem seit den Berichten über psychisch Kranke, die in Hannover und Berlin Menschen vor S-Bahn-Züge gestoßen haben.

Die Stadt hat das Problem ebenfalls erkannt und erarbeitet derzeit eine Stellungnahme zu dem Thema. gus

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