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Bitte einchecken: Rathaus soll ins Hotel

Bad Nenndorf Bitte einchecken: Rathaus soll ins Hotel

Das Nenndorfer Rathaus steht vor einem Umzug: Der Samtgemeindeausschuss (SGA) hat am Donnerstag 2,5 Millionen Euro für den Umbau des Convention-Hotels (ehemals Residenz-Hotel) zum neuen Verwaltungssitz bereitgestellt. Allerdings unter Vorbehalt.

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Das Convention-Hotel soll bald Sitz der Samtgemeinde- und Stadtverwaltung sein. gus

Bad Nenndorf. Vor gut einer Woche hatte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt von einer „Idee“ gesprochen, wollte diese jedoch nicht weiter ausführen, weil erst noch Hintergrundgespräche zu führen seien. Im nicht öffentlich tagenden SGA ließ Schmidt die Katze aus dem Sack: Das seit einiger Zeit zur Zwangsversteigerung stehende Tagungs-Hotel an der Kurhausstraße soll zum Rathaus umgebaut werden.

 Am Freitag erklärte Schmidt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass der Umzug noch keineswegs beschlossen ist. Der SGA habe die „Idee“ allerdings begrüßt und einstimmig die 2,5 Millionen Euro befürwortet, die den Kostenrahmen für ein bezugsfertiges Rathaus bilden sollen. Diese Summe habe das Bauamt errechnet.

 Der Vorbehalt: Es muss erst einmal ein Konzept für den Umbau des Hotels mit seinen 89 Einzelzimmern erstellt werden. Dabei sei vieles zu beachten, beispielsweise der Rückbau der Badezimmer, das Erneuern der kompletten Heizungsanlage und der Aspekt des Brandschutzes.

 Schmidt weist auf die Vorteile des möglichen neuen Verwaltungssitzes hin: Das Hotel sei im Jahr 1978 errichtet worden, das jetzige Rathaus – trefflicherweise ebenfalls ein ehemaliges Hotel – ist gut 70 Jahre älter. Im Convention-Hotel gebe es mehrere Seminarräume für Sitzungen.

 Unterm Dach befinde sich sogar ein Raum, der groß genug wäre, um dort Zusammenkünfte von Stadt- und Samtgemeinderat abzuhalten. Zurzeit tagen diese Gremien außerhalb des Verwaltungssitzes. Und noch etwas hätte Charme, so Schmidt: Die Adresse der Verwaltung lautete fortan Kurhausstraße 1, nicht mehr Rodenberger Allee 13.

 Auch das jetzige Rathaus müsste saniert und darüber hinaus ausgebaut werden – Pläne dazu kamen bereits im Jahr 2012 auf den Tisch. 3,5 Millionen Euro würden Sanierung und Ausbau kosten, rechnet Schmidt vor. Baue die Stadt ganz neu, betrügen die Kosten 6,5 Millionen Euro. Beim Verkauf des aktuellen Grundstücks erwartet Schmidt Einnahmen von nur etwa 500.000 Euro.

 Soll heißen: Wenn sich die Zahlen im Laufe der Planung tatsächlich bewahrheiten, wäre der Kauf des Hotels inklusive Umbau die günstigste Alternative. Auch wenn in 2016 die Schulden zunächst weiter wüchsen. Dieser Argumentation folgte der SGA. Allerdings ist Schmidt die Tragweite des Vorgangs bewusst, weshalb er selbst vorgeschlagen habe, den endgültigen Beschluss über den Umzug nur vom öffentlich tagenden Rat fällen zu lassen.

 Das Residenz-Hotel war beim Amtsgericht Stadthagen für 799000 Euro zur Zwangsversteigerung angemeldet. Den Termin hat das zuständige Kreditinstitut – nach Informationen dieser Zeitung eine auswärtige Sparkasse – abgeblasen. Jetzt sollen die Verkaufsverhandlungen starten. gus

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