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Bad Nenndorf Bürger entscheiden über Miegel-Standort
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Bürger entscheiden über Miegel-Standort
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00:45 15.11.2014
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Bad Nenndorf

Dem Votum vorausgegangen war ein reger Austausch der Ratsmitglieder über dieses Instrument der direkten Demokratie. Bürgermeisterin Gudrun Olk erklärte zu Anfang, dass es selbstverständlich sein sollte, dass ein erfolgreiches Bürgerbegehren in einen Bürgerentscheid mündet.

 Frank Steen (WGN) warb stattdessen zunächst dafür, dass der Rat seine Entscheidung aus dem Oktober 2013 über die Entfernung des Denkmals aus dem Kurpark zurücknehmen könne. 1022 gültige Unterschriften im Bürgerbegehren hätten schließlich das große Interesse der Bevölkerung an dem Denkmal im Kurpark bezeugt. Sollte der Rat seine Entscheidung wieder kassieren, würden 8000 Euro gesparrt werden können. Samtgemeindechef Mike Schmidt könne sich im weiteren Verlauf als Verhandlungspartner für die Agnes-Miegel-Gesellschaft anbieten, um einen anderen, ebenso einsehbaren Standort im Kurpark zu finden.

 Der Verwaltungschef jedoch machte klar, dass für ihn die 1022 Stimmen des Bürgerbegehrens nicht für einen Verbleib der Statue im Kurpark stünden, sondern den Bürgerentscheid befürworteten, für den er selbst auch sei – eine Aussage, die bei den Zuhörern der Ratssitzung für großen Applaus sorgte.

 Schmidts Worten folgten Redebeiträge anderer Ratsmitglieder wie Friedrich Varwig (SPD), Rosemarie Börner und Bernd Zimmermann (beide WGN). Matthias Bock (CDU) und Uwe Engelking (WGN) stellten allerdings klar, dass sie von ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2013 nicht abweichen werden. „Wir haben A gesagt, jetzt müssen wir auch B sagen“, sagte Engelking.

 Schließlich fügte sich Steen dem offensichtlichen Votum der breiten Mehrheit und sprach sich ebenfalls für einen Bürgerentscheid aus. on

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