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Bürgermeisterwahl: Ausgang ungewiss

Entscheidung in Bad Nenndorf Bürgermeisterwahl: Ausgang ungewiss

Wer wir der nächste Bürgermeister in Bad Nenndorf? Diese Frage stellt sich nicht nur vielen Einwohnern in der Kurstadt, sondern am 9. November auch den 27 Ratsherren der Stadt Bad Nenndorf bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates.

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Wer bekommt die Bürgermeisterkette? Gudrun Olk (rechts), Marlies Matthias oder gar ein Überraschungskandidat?
 

Quelle: Montage: Harmening

Bad Nenndorf. Besonders spannend macht die Entscheidungsfindung, dass sowohl CDU als auch SPD neun Sitze im Rat verbuchen können und somit vom Wohlwollen anderer Parteien abhängig sind.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Christdemokraten Marlies Matthias und die Sozialdemokraten Gudrun Olk als Bürgermeisterkandidatinnen vorgeschlagen. In diesem Fall wird eine schriftliche, auf Verlangen nur eines einzigen Ratsmitgliedes auch geheime Wahl durchgeführt. Im ersten Wahlgang hat die Kandidatin gewonnen, die die absolute Mehrheit auf sich vereinen kann. Sollte weder Olk noch Matthias das gelingen, reicht im zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit. Ergibt sich dort auch Stimmengleichheit, entscheidet das Los.

Damit das nicht nötig ist, führen sowohl CDU als auch SPD bereits jetzt erste Sondierungsgespräche mit den Vertretern der übrigen Parteien durch, so etwa mit Ortrud Göring, die für die FDP nach fünf Jahren Abstinenz wieder in den Rat eingezogen ist. Sie wolle sich in dieser Woche die Vorschläge der beiden etablierten Parteien anhören und dann entscheiden, welcher Gruppe sie sich anschließt. „Vielleicht bleibe ich aber auch Einzelkämpferin“, sagt Göring.

Olaf Buschmann wird konkret

Imke Hennemann-Kreikenbohm, die wie ihr Parteifreund Bernd Reese künftig die Interessen der Grünen im Rat vertreten will, hält sich ebenfalls bedeckt. „Wir haben uns noch nicht entschieden“, so die Politikerin. Der einzige Vertreter der Linken im Gremium, Olaf Buschmann, wird da schon ein wenig konkreter. „Wenn es auf eine Wahl zwischen Olk und Matthias hinausläuft, hätte ich eine größere Nähe zur SPD-Kandidatin“, so Buschmann. Er könne sich aber auch vorstellen, sich der Stimme zu enthalten.

Diese Vorgehensweise könnte auch für Heike Beiersdorfer, Vorsitzende der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN), in Frage kommen. Insgesamt fünf Sitze im Rat hat die WGN inne und könnte somit den Ausschlag geben. Prinzipiell zeichne die Interessengemeinschaft aber Unabhängigkeit aus, erklärt Beiersdorfer, weswegen keine Gruppenbildung mit einer anderen Partei vorgesehen sei.

Hinsichtlich der Bürgermeisterwahl zieht Beiersdorfer in Erwägung, ihre Stimme zu entziehen. Dem müssten ihre Parteifreunde übrigens nicht folgen, denn in der WGN gibt es keinen Fraktionszwang. Doch noch stehe nichts fest. „Wir werden die Wahl sacken lassen und uns dann fraktionsintern zusammensetzen“, erklärte Beiersdorfer.

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