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Bad Nenndorf Bunt, bunter, Bad Nenndorf
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Bunt, bunter, Bad Nenndorf
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00:16 26.11.2012
2012 war für „Bad Nenndorf ist bunt“ ein positives Jahr. Viele beteiligten sich an den Gegendemos zum Trauermarsch. Quelle: pr.
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Bad Nenndorf (gus). 2012 ist für den Verein in der Tat äußerst positiv verlaufen. Rekordbeteiligung beim Kulturfest, 400 Gäste beim Podiumsgespräch mit Innenminister Uwe Schünemann, eine Menschenkette vom Wincklerbad bis zum Bahnhof und mehrere eindrucksvolle Aktionen zum Schmücken der Bahnhofstraße vor dem Trauermarsch – Uebel resümierte: „So bunt war Bad Nenndorf noch nie.“

Doch auch aus Sicht von „Bad Nenndorf ist bunt“ war 2012 vor allem aus einem Grund ein bemerkenswertes Jahr: Weil der Protest des linken Lagers die Nazis wirksam störte und die Rechten sogar ihren Nachfolge-Aufmarsch in Hannover absagten, sei von einem Signal auszugehen, dass der braune Spuk in der bisherigen Dimension mittelfristig vorüber sein könnte. Der Trauermarsch in Bad Nenndorf wird in der rechten Szene nach Worten des Vorsitzenden, Jürgen Uebel, kritisch gesehen.

Doch Uebel warnte: Der Erfolg ist kein Grund, sich zurückzulehnen. Auch wenn die Teilnehmerzahl an den Aufmärschen stetig zurückgehe – das Phänomen Rechtsradikalismus sei weiterhin verbreitet, was die aktuelle Bertelsmann-Studie belege. Und Uebel rechnet damit, dass die Nazis auch dann noch zum Winckler-Bad pilgern, wenn sie nur noch 50 Teilnehmer mobilisieren. Steffen Holz fügte an, dass Bad Nenndorfs Kampf gegen Rechts nun auch landesweit von der Politik unterstützt wird. Ein komplettes Verschwinden der Nazis hält Holz für ausgeschlossen, dies belege die Entwicklung in Wunsiedel.

Negative Ereignisse in 2012 waren für „Bad Nenndorf ist bunt“ die Anschläge auf das Vorstandsmitglied Birgit Kramp.

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