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Bunte Party steigt trotzdem

„Bad Nenndorf ist bunt“ Bunte Party steigt trotzdem

Statt des braunen „Trauermarsches“ wird die Stadt in diesem August eine bunte Party erleben. Auch ohne Nazis laufen die geplanten Gegenaktionen an, und das Anti-Rechts-Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ mahnt zur Wachsamkeit.

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Szenen wie diese, wo die Polizei die Mitglieder des sogenannten schwarzen Blocks hinter Hamburger Gittern in Schach halten muss, wird es am 6. August wohl nicht geben.

Quelle: js

BAD NENNDORF. „Die Route und der Platz am Winckler-Bad stehen für unsere Kundgebung zur Verfügung“, sagte Jürgen Uebel beim Plenum in dieser Woche. „In den rechten Portalen im Netz scheint es keine Mobilisierung für den Aufmarsch zu geben“, so der Vorsitzende.

Bei den lokalen Gegenaktivisten herrscht aber „Jetzt-erst-recht“-Stimmung. „In einem größeren Geschäft, in dem wir in den letzten Jahren immer unseren Aufruf hängen hatten, wurde schon unser Plakat abgehängt“, bemerkte Uebel. Die Geschäftsführung habe angenommen, mit der Absage des Naziaufmarsches hätte sich auch die Gegendemonstration erledigt.

„Nur weil die Nazis nicht mehr hier sind, haben sie sich nicht bekehren lassen. Die jüngsten Brandanschläge in Barsinghausen machen das sehr deutlich“, so Uebel. Auch wenn die Rechten ihrerseits nicht schriftlich abgesagt hätten, müsse die Stadt auf ein späteres Auftreten gefasst sein. „Wenn wir jetzt alles abblasen, wird die Mobilisierung umso schwerer, wenn es hier doch noch einen Aufmarsch gibt“, so Uebel. Die Strategie des Bündnisses mit vielen Einzelaktionen scheint letztendlich aufgegangen zu sein. „Die Nazis haben sich an uns die Zähne ausgebissen. Wie bei einem Veteranentreff haben sich die letzten Kräfte in den vergangenen Jahren noch für den Aufmarsch versammelt“, bilanzierte Uebel.

Die Genehmigung für die Sondernutzung ist da und die Bahnhofstraße am 6. August frei für eine Party der besonderen Art. An mehreren Punkten öffnen sich die früheren Privatpartys zur Straße. Jeder könne sich mit Ideen einbringen, um das bunte Treiben in Eigeninitiative zu bereichern, solange es nicht um eine kommerzielle Nutzung geht. Gebühren nehme das Bündnis dafür nicht, möchte aber über die Vorhaben informiert werden.

Eine Beteiligung der Antifa hält Uebel für unwahrscheinlich: „Für die Event-orientierte Fraktion wird es ohne Gegner wohl zu langweilig.“ Vielmehr solle die Polizei das Einsickern einzelner Provokateure aus der rechten Szene verhindern. Beim Landkreis lag bis Freitag noch keine Anmeldung einer linksextremen Demo vor. geb

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