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Bad Nenndorf Carl-Thon-Straße kommt nicht zur Ruhe
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Carl-Thon-Straße kommt nicht zur Ruhe
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15:19 12.06.2015
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Bad Nenndorf (gus)

Das Grundproblem ist, dass das Wohngebiet noch immer nicht in die Regie der Stadt übertragen worden ist. Es handelt sich um eine Privatanlage, die im Besitz des Investors – einer Volksbank-Tochter – steht. Momentan ist das Parken im Straßenraum prinzipiell überall möglich, wobei Autofahrer allerdings darauf zu achten haben, dass sie die Durchfahrt nicht blockieren.
Dennoch kommt bisweilen Ärger bei den Anwohnern auf. Auch das Ordnungsamt ist bereits darauf hingewiesen worden, dass es hier und da hakt. So wurde kürzlich verfügt, dass eine Stelle auf Privatgrund nicht als Stellfläche für Autos genutzt werden darf, weil das betreffende Grundstück dann zu viele Ausfahrten hätte. Es handelt sich dabei um ein Mehrfamilienhaus. Dies bedeutet aber nicht, dass jetzt zeitnah auch das Parken an der gesamten Straße von der Stadt geregelt wird.
Denn diese will das Wohngebiet erst in ihre Regie übernehmen, wenn die Stichstraße – in der Bevölkerung als Wendehammer bezeichnet – oder gleich die ganze Carl-Thon-Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich („Spielstraße“) umgewandelt wird. Dort müssten die erlaubten Parkplätze farblich kenntlich gemacht werden. Dann wäre klar, wo Autos stehen dürfen und wo nicht.
Noch ist zu entscheiden, ob der verkehrsberuhigte Bereich nur für die Stichstraße oder die ganze Straße gelten soll. Darüber berät der Verwaltungsausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen. Stadtdirektor Mike Schmidt ist für die Komplett-Lösung. Dann wäre nämlich auch die Vorfahrtsregelung an der Einmündung in die Lehnhast geklärt, weil automatisch die Fahrzeuge auf der Lehnhast Vorrang hätten. Eine klare Regelung dafür hatte SPD-Ratsherr Volker Busse bereits gefordert.
Noch müssen die Anwohner der Carl-Thon-Straße allerdings eine Weile warten, bis dieses Kapitel abgeschlossen wird. Das Baugebiet hatte bereits zu Planungszeiten für Schlagzeilen gesorgt: Dass drei Blutbuchen auf dem einstigen Freibad- und Tennisareal fallen mussten, um Platz für Neubauten zu machen, erzürnte Naturschützer und Politiker. Die Bäume wurden im Dezember 2010 entfernt.
Hinzu kam, dass das Seniorenheim im vorderen Bereich vielen Bad Nenndorfern schlicht zu groß ausfallen sollte. Weitere Detaildebatten schlossen sich an – sogar um den Straßennamen gab es eine Kampfabstimmung, weil SPD und Verwaltung dem jüdischen Arzt Ernst Blumenberg den Vorzug vor Kurpark-Gärtner Carl Thon gaben. In diesem Frühjahr folgte noch eine Posse, als eine Laterne ausgerechnet vor ein Straßenschild gesetzt wurde. Der Bauhof fand aber eine clevere Lösung und montierte das Schild an den Laternenmasten.

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