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Convention-Hotel wird kein Rathaus

Umbaukosten zu hoch Convention-Hotel wird kein Rathaus

Das Convention-Hotel wird wohl nicht das neue Bad Nenndorfer Rathaus. Diese Sachlage hat Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt auf Anfrage bestätigt.

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Soll weder Rathaus noch Flüchtlingsheim werden: Das Convention-Hotel in Bad Nenndorf.

Quelle: gus

Bad Nenndorf . Die Umbaukosten werden nun doch erheblich höher veranschlagt als ursprünglich gedacht, weshalb das Projekt kaum Zukunft hat. Gerüchten, dort könne bald ein weiteres Flüchtlingsheim entstehen, begegneten Stadt und Landkreis mit einem klaren Nein.

Schmidt hatte Ende 2015 die Idee des Umzugs der Verwaltung in das seinerzeit zur Zwangsversteigerung stehende Hotel in die Gremien von Stadt und Samtgemeinde eingebracht. Deshalb wurde ein anberaumter Versteigerungstermin abgeblasen.

Der erste Schritt sollte jedoch eine gründliche Voruntersuchung sein. Und dabei ist festgestellt worden, dass Asbest in dem 38 Jahre alten Gebäude verbaut wurde. Wegen der immensen Entsorgungskosten und des steigenden Sanierungsbedarfs rechnet das Bauamt nun mit Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Der erste Kostenvoranschlag listete 2,5 Millionen Euro auf.

Den vorliegenden Zahlen zufolge würde der Umzug ins Hotel an der Kurhausstraße nun teurer als die Renovierung des Rathauses an der Bahnhofstraße. Dafür waren bislang 3,5 Millionen Euro veranschlagt worden – eine Zahl, die bereits auf einer genauen Untersuchung des Gebäudes fußt. Ein finanzieller Vorteil scheidet als Argument also aus. Der zweite Vorteil wäre die Lage gewesen, doch diese bezeichnet Schmidt zwar als zentraler im Vergleich zum jetzigen Standort, jedoch auch nicht als optimal. Und ein Schmuckstück wäre das „Rathaus-Hotel“ auch nicht gewesen.

Deshalb geht Schmidt davon aus, dass der Samtgemeinderat, der sich am Donnerstag, 18. Februar (19 Uhr im Gasthaus Seegers, Haste), mit dem Thema befasst, von einem Kauf abrückt. Damit würde das Vorhaben zu den Akten gelegt. Schmidt ließ allerdings durchblicken, dass es bereits eine neue Alternative gibt – welche das ist, wolle er allerdings vorerst nicht verraten. Die Zukunft des Convention-Hotels ist nun offen. Einen erneuten Versteigerungstermin gibt es derzeit noch nicht.

In Bad Nenndorf kursieren allerdings Gerüchte, ein niederländischer Investor möchte das Gebäude kaufen, um dort ein Asylbewerberheim einzurichten. Kreispressesprecher Klaus Heimann erteilt solchen Plänen aber eine Absage. Der Landkreis werde nicht in unmittelbarer Nähe zu der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Kurklinik eine weitere Massenherberge ansiedeln. Und der Landkreis habe bei der Unterbringung der Asylbewerber die Fäden in der Hand. Auch Schmidt betont: In nur etwa 50 Metern Entfernung von der Kurklinik werde es mit Sicherheit kein zweites Flüchtlingsheim geben. „Auf gar keinen Fall“, betont Schmidt.

Heimann ruft in dem Zusammenhang erneut dazu auf, dass Inhaber leer stehender Immobilien diese dem Landkreis zwecks Flüchtlingsunterbringung anbieten. Wer das dezentrale System unterstützen möchte, um den Bedarf an großen Unterkünften zu minimieren, der tue dies am besten, indem er eine Wohnung anbietet. gus

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