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Bad Nenndorf Curanum: „Positives Gefühl“
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Curanum: „Positives Gefühl“
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00:16 14.12.2012
Die Curanum-Residenz könnte in Kürze einem französischen Großunternehmen angehören. Quelle: gus
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Bad Nenndorf (gus)

Das Unternehmen Korian Deutschland hat dem Pflegeheimbetreiber Curanum AG ein Übernahmeangebot gemacht. Für 106 Millionen Euro würde die deutsche Tochter des international agierenden französischen Heim- und Klinikbetreibers Korian S.A. alle 77 Curanum-Standorte inklusive Bad Nenndorf kaufen. Aus der Münchner Curanum-Zentrale hieß es am Dienstag, dass das Angebot noch nicht vorliegt, Korian habe seit Montag vier Wochen Zeit, eines zu unterbreiten.

 „Das könnte auch in der nächsten Woche passieren, aber da so etwas recht aufwendig ist, hat der Bieter vier Wochen Zeit“, erklärte Curanum-Pressesprecherin Caroline Lutz. Sobald das Angebot vorliege, werde die Geschäftsführung es prüfen, und erst danach gebe es eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens.

 Immerhin ließ Lutz durchblicken, dass die Vorgespräche beider Unternehmensspitzen „ein positives Gefühl“ hinterlassen haben. Ob alle Standorte unter der Regie der Franzosen weitergeführt werden sollen, könne derzeit allerdings noch nicht prognostiziert werden.

 Die Curanum AG hat mehr als 7000 Beschäftigte und betreibt auch Seniorenheime in Hameln, Salzgitter, Goslar und Bielefeld. Von insgesamt 7870 Pflegeplätzen befinden sich 116 in Bad Nenndorf. Außerdem gibt es an den 77 Standorten 2060 Apartments, 100 davon in Bad Nenndorf. Korian Deutschland ist derzeit noch kleiner als die Curanum AG. In 2007 schluckte der französische Konzern das Unternehmen Phönix, das 48 Seniorenheime in Deutschland betreibt. Dessen 4200 Angestellte bilden derzeit den Unternehmenskern, so Pressesprecherin Bich Nga Do-Thi.

 Das Curanum, in den neunziger Jahren noch als Kleeblatt-Residenz bekannt, ist nicht nur das größte Seniorenheim in der Kurstadt, es dient auch als Veranstaltungsort, wo Ausstellungen, Konzerte und Vorträge angeboten werden. Heimleiter Peter Langenau konnte keine Auskunft zum Stand des Verfahrens machen, er und die Belegschaft wüssten nicht mehr, als in der Zeitung zu lesen gewesen sei.

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