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Bad Nenndorf Dachschaden
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13:55 06.04.2017
Der Bauzaun an der Therme bleibt noch bis zum Juli stehen. Quelle: gus
BAD NENNDORF

Maik Fischer, Geschäftsführer der Staatsbäder Pyrmont und Nenndorf, erklärte auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Wiedereröffnung des Beckens nun für Anfang August geplant ist. Die übrigen Bereiche des Betriebs sind aber nach wie vor nutzbar. Ursprünglich sollte die 3,6 Millionen teure Sanierung im April dieses Jahres fertig gestellt sein. „Da es sich bei der vorliegenden Maßnahme um eine Sanierung im Bestand handelt, kann es während des Fortgangs der Arbeiten zu Erkenntnissen kommen, die zu Beginn noch nicht bekannt waren und ohne Eingriff in die Substanz auch nicht bekannt sein konnten“, erklärt Fischer.

Auftragsvergabe wird vorbereitet

Unter anderem wurde festgestellt, dass das Dach über den Becken aufgrund von Feuchtigkeitsschäden ebenfalls vollständig saniert werden muss. Der Auftragsvergabe zu diesen Arbeiten wird derzeit vorbereitet. Darüber hinaus stellte sich während der Bauphase heraus, dass die Arbeiten an der Bädertechnik und an der Gebäudeautomation aufwändiger ausfallen als ursprünglich angenommen. Teilweise müssen Anlagenteile vollständig erneuert werden.

„In der Gesamtschau führt dieser Befund dazu, dass der Zeit- und Kostenplan aktuell überarbeitet und konkretisiert wird“, so Fischer. An den 3,6 Millionen Euro Gesamtkosten dürfte das Finanzministerium, dem die beiden Staatsbäder angegliedert sind, also auch noch schrauben müssen. Derzeit werde davon ausgegangen, dass die Arbeiten „voraussichtlich Ende Juli 2017“ beendet sind. Die Wiedereröffnung des Innenbeckens soll dann für Anfang des Folgemonats terminiert werden.

Verhandlungen laufen

Die Verhandlungen zwischen Stadt und Land zur Übernahme der Therme laufen unterdessen weiter. „Das Land Niedersachsen und die Stadt Bad Nenndorf befinden sich auch weiterhin in konstruktiven Gesprächen über die Übertragung der Landgrafentherme. Die Sanierungs- und Baumaßnahmen haben keinen Einfluss auf die derzeitigen Gespräche“, erklärt Fischer. Auch Stadtdirektor Mike Schmidt geht davon aus, dass die Verzögerung keinerlei Auswirkungen auf die Verhandlungen hat.

Im Februar hatte die Stadt eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Übernahme des Badebetriebs befasst. Darin sitzen Vertreter von Rat und Verwaltung, die sich mit den bisherigen Gesprächsergebnissen befassen und die weiteren Verhandlungen begleiten sollen. gus