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Das Stauende ist nicht in Sicht

Riepen / Dorferneuerung Das Stauende ist nicht in Sicht

Um den Arbeitsstau bei der Dorferneuerung in Riepen aufzulösen, soll Geld in den Stadt-Haushalt 2014 eingestellt werden. Allerdings nur für weitere Planungen. Die Arbeiten an den Ortseingängen sind mittlerweile immerhin im Gange.

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Immerhin: Die Stelen an den Ortseingängen werden derzeit errichtet.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Riepen. SPD-Ratsherr Ralph Tegtmeier hatte sich per Anfrage nach dem Sachstand der Dorferneuerung erkundigt. Schließlich sei von den einst avisierten Arbeiten nur ein Bruchteil abgewickelt worden, obwohl Fördergeld von etwa einer Million Euro in Aussicht gestanden hatte. Stadtdirektor Bernd Reese gestand ein, dass einige andere Projekte der Stadt die Dorferneuerung Riepen „überholt“ haben.

Nach wie vor offen ist, ob überhaupt noch Fördergeld aus der Dorferneuerung – zuständig ist das Amt für Landentwicklung – fließt. Bis zum Jahresende soll zentral in Hannover entschieden werden, wohin die Reste aus dem Programm verteilt werden. Dieses läuft aus (wir berichteten). Reese äußerte vorsichtige Hoffnung, dass das ZILE-Förderprogramm, das noch bis Ende 2015 verfügbar ist, als Ersatz dienen kann.
Mittlerweile haben die Arbeiten begonnen an den Ortseingängen begonnen, so Reese. Die Verzögerung sei auf zähe Verhandlungsprozesse mit dem Landkreis und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zurückzuführen.
So sieht es bei den Riepener Einzelprojekten aus: Die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Rodenberger Aue entfallen ohnehin, weil die Eigentümer der betreffenden Flächen nicht zu einem Verkauf bereit waren. Dies war auch der Grund für das Scheitern des gemeinsamen Aue-Renaturierungsprojekts Bad Nenndorfs und Hohnhorsts.

Für den Buswendeplatz sei ein Förderantrag gestellt worden, nachdem es zwischenzeitlich bereits geheißen hatte, die Aussichten auf Erfolg seien nahe bei Null. Sollte doch noch Fördergeld fließen, könnte im Haushaltsjahr 2014 eine Summe von 110 000 Euro aus dem Budget der Stadt in den Haushalt gestellt werden, um die Maßnahme anzugehen.
Auch die Arbeiten für die Straße Steinbrink, den Wehrweg und den Dorfplatz sind laut Reese zurückgestellt worden. Ein Grund bestand dort ebenfalls in den stockenden Grunderwerbsverhandlungen.
Realisiert worden sei der Anbau an die Riepener Mehrzweckhalle. Insgesamt flossen bisher rund 95 000 Euro in die Dorferneuerung, knapp 58 500 Euro in öffentliche Arbeiten, fast 35 900 Euro in private Vorhaben.
Tegtmeier regte an, das Geld für die Planung der offen gebliebenen Riepener Bauvorhaben in den Haushaltsplan 2014 aufgenommen wird. Die Höhe dieser Summe sei noch zu verhandeln. So votierte der Rat.

In Riepen herrscht seit einem Dreivierteljahr frostige Stimmung hinsichtlich der Dorferneuerung. Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass die Förderung der Projekte flach fällt. Aus dem Stadtsäckel allein sind die Maßnahmen nicht zu realisieren. In den vergangenen Wochen hatten offenbar erboste Riepener Plakate im Ort aufgehängt, um auf den Umstand hinzuweisen, dass beispielsweise die Sanierung des Bad Nenndorfer Schlösschens mit mehr als 800 000 Euro etwa dreimal so teuer geworden ist wie geplant, die Riepener Dorferneuerung aber auf Eis liegt.

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