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Bad Nenndorf Dauerdebatte mit einer Stimme Mehrheit beendet
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Dauerdebatte mit einer Stimme Mehrheit beendet
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00:17 21.02.2016
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Bad Nenndorf

Die SPD kritisierte die neuen Regeln, ihr gehen die Einschränkungen nicht weit genug. Mit nur einer Stimme Mehrheit verabschiedete der Rat den neuen Plan.

SPD-Sprecher Volker Busse monierte, die Höhenbegrenzungen würden nur um ein bis zwei Meter im Vergleich zu früheren Werten reduziert. Im Gegenzug können aber in Innenbereichen von Grundstücken nun „massive Klötze“ gebaut werden. „Das haben wir nicht gewollt“, so Busse. Im Sinne der SPD wäre eine Verbreiterung der Straße Am Friedhof gewesen. Leider stehe dies nun nicht zur Abstimmung.

Was die Sozialdemokraten ebenfalls wurmte: Ein Teilgrundstück der Rasenfläche unterhalb der Kirche ist im Geltungsbereich des Bebauungsplans enthalten, weshalb dort eine Bebauung in der Dimension der direkt nebenan befindlichen Mietshäuser möglich ist.

Auch die WGN äußerte Kritik. Ihr Sprecher Bernd Zimmermann erinnerte an die Worte seines Vorgängers, Frank Steen, der darauf gedrungen hatte, nicht nur die Firsthöhen festzulegen sondern auch die Traufhöhen. Trotzdem konnte sich die WGN mehrheitlich mit dem B-Plan anfreunden.

CDU-Sprecherin Cornelia Jäger bezeichnete das vorliegende Papier als guten Kompromiss. Bauamtsleiterin Annette Stang wies darauf hin, dass durchaus erhebliche Einschränkungen gegenüber der Vorgängerversion festgelegt wurden. So sind nicht mehr vier, sondern nur drei Vollgeschosse möglich. Zudem könne die Dachhöhe nicht mehr nahezu beliebig weit ausgedehnt werden.

Zur Kirchen-Fläche sagte Stang, dass die Kirche um Einbeziehung in den B-Plan gebeten hatte, aber nicht weil die Kirche bereits ein Gebäude plane, sondern weil sie einen Wertverlust ihres Eigentums befürchtete. Dies könne dazu führen, dass die Stadt Schadenersatz zahlen muss.

WGN-Ratsherr Uwe Engelking forderte die Kirche auf, künftige Baupläne eng mit der Stadt abzustimmen. Sonst rechne er mit Massenaustritten. Stadtdirektor Mike Schmidt gab zu bedenken, dass die Kirche längst ein Riesengebäude hätte errichten können, wenn sie dies denn gewollt hätte, weil der alte B-Plan dies gestattet hätte. Mit 12:11 Stimmen bei der Enthaltung Engelkings verabschiedete der Rat den Bebauungsplan.

Eine kleine Fläche am Immenkamp kann die Stadt laut Ratsbeschluss nun verkaufen. Der als Verkehrsfläche ausgewiesene Bereich befindet sich de facto hinter dem Zaun eines Privatmanns. Die zwölf Quadratmeter wurden nun aus der Verkehrsfläche herausgenommen und werden an den Eigentümer des Wohngrundstücks verkauft. Der Preis beträgt 145 Euro pro Quadratmeter, also insgesamt 1740 Euro.gus

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