Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Dauerdebatte mit einer Stimme Mehrheit beendet

Bebauungsplan Nummer 90 Dauerdebatte mit einer Stimme Mehrheit beendet

Wohl zum letzten Mal hat der umstrittene Bebauungsplan (B-Plan) Nummer 90 für den Bereich zwischen St.-Godehardi-Kirche und Friedhof Streit im Bad Nenndorfer Rat ausgelöst.

Voriger Artikel
Bettler bedrängt Passanten
Nächster Artikel
In Etappen oder in einem Stück

Bad Nenndorf. Die SPD kritisierte die neuen Regeln, ihr gehen die Einschränkungen nicht weit genug. Mit nur einer Stimme Mehrheit verabschiedete der Rat den neuen Plan.

SPD-Sprecher Volker Busse monierte, die Höhenbegrenzungen würden nur um ein bis zwei Meter im Vergleich zu früheren Werten reduziert. Im Gegenzug können aber in Innenbereichen von Grundstücken nun „massive Klötze“ gebaut werden. „Das haben wir nicht gewollt“, so Busse. Im Sinne der SPD wäre eine Verbreiterung der Straße Am Friedhof gewesen. Leider stehe dies nun nicht zur Abstimmung.

Was die Sozialdemokraten ebenfalls wurmte: Ein Teilgrundstück der Rasenfläche unterhalb der Kirche ist im Geltungsbereich des Bebauungsplans enthalten, weshalb dort eine Bebauung in der Dimension der direkt nebenan befindlichen Mietshäuser möglich ist.

Auch die WGN äußerte Kritik. Ihr Sprecher Bernd Zimmermann erinnerte an die Worte seines Vorgängers, Frank Steen, der darauf gedrungen hatte, nicht nur die Firsthöhen festzulegen sondern auch die Traufhöhen. Trotzdem konnte sich die WGN mehrheitlich mit dem B-Plan anfreunden.

CDU-Sprecherin Cornelia Jäger bezeichnete das vorliegende Papier als guten Kompromiss. Bauamtsleiterin Annette Stang wies darauf hin, dass durchaus erhebliche Einschränkungen gegenüber der Vorgängerversion festgelegt wurden. So sind nicht mehr vier, sondern nur drei Vollgeschosse möglich. Zudem könne die Dachhöhe nicht mehr nahezu beliebig weit ausgedehnt werden.

Zur Kirchen-Fläche sagte Stang, dass die Kirche um Einbeziehung in den B-Plan gebeten hatte, aber nicht weil die Kirche bereits ein Gebäude plane, sondern weil sie einen Wertverlust ihres Eigentums befürchtete. Dies könne dazu führen, dass die Stadt Schadenersatz zahlen muss.

WGN-Ratsherr Uwe Engelking forderte die Kirche auf, künftige Baupläne eng mit der Stadt abzustimmen. Sonst rechne er mit Massenaustritten. Stadtdirektor Mike Schmidt gab zu bedenken, dass die Kirche längst ein Riesengebäude hätte errichten können, wenn sie dies denn gewollt hätte, weil der alte B-Plan dies gestattet hätte. Mit 12:11 Stimmen bei der Enthaltung Engelkings verabschiedete der Rat den Bebauungsplan.

Eine kleine Fläche am Immenkamp kann die Stadt laut Ratsbeschluss nun verkaufen. Der als Verkehrsfläche ausgewiesene Bereich befindet sich de facto hinter dem Zaun eines Privatmanns. Die zwölf Quadratmeter wurden nun aus der Verkehrsfläche herausgenommen und werden an den Eigentümer des Wohngrundstücks verkauft. Der Preis beträgt 145 Euro pro Quadratmeter, also insgesamt 1740 Euro. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg