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Deistertag mit Sonnenschein und Knalleffekt

Bad Nenndorf / 1. Mai Deistertag mit Sonnenschein und Knalleffekt

Bestes Ausflugswetter hat den Besuchern einen besonders schönen Deistertag beschert. Sonnenschein begleitete die Besucher aus dem Umland, die sich wie Familie Worthmann von der „Saisoneröffnung“ der sechs Anrainerkommunen locken ließen. Die Hannoveraner erlebten sogar einen Start mit Knalleffekt. Gleich auf der ersten Tour platzte an der Pferdekutsche ein Reifen.

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Müssen im Kurpark schieben: Karl Nelz (vorne) mit den Teilnehmern der geführten Radtour.

Bad Nenndorf (rwe). Fahrer Holger Gellermann hielt die Zügel fest im Griff und die Pferde im Zaum. Die Moritzburger „Max“ und „Cooper" trabten nach einer Schrecksekunde ruhig weiter.

In fast 30 Jahren sei ihm das noch nicht passiert, so Betreiber Gellermann. Der Schlauch war geplatzt und nicht zu reparieren. Der Betreiber musste ein neues Gefährt aus dem Auetal holen, mit dem er auf Holzrädern zwischen Bahnhof und Kurpark pendelte. Die Worthmanns ließen sich von dem Malheur die Freude auf den Deister nicht nehmen, wollten sich im Kurpark umsehen und dann noch weiterfahren in zwei oder drei andere Städte.

Mehrere Stationen hatten sich auch die Schaaks aus Obernkirchen vorgenommen. Morgens waren sie auf Kräutertour in Rodenberg, nachmittags schwangen sie sich auf den Sattel, um mit Karl Nelz den Deisterkreisel und Sigwardsweg anzufahren. Für die Familie ist es der dritte Deistertag, den sie mitmachen. „Jedes Mal etwas anderes“, sagt Mutter Michaela, die sich mit Ehemann Ralf für die dreieinhalb Stunden die bequemen E-Bikes auslieh. Die Söhne Lennart und Henry bekamen normale Leihräder. Gemeinsam und ganz demokratisch hatte die Familie aus den 60 Aktionen das Tagesprogramm festgelegt.

Insgesamt 17 Radler begaben sich auf die geführte Strecke. „Das ist schon an der Grenze“, sagt Carsten Finke von der Kur- und Tourismusgesellschaft. Er ist mit der Resonanz durchaus zufrieden. „Das Wetter ist dafür perfekt.“ Eine Bilanz will der Arbeitskreis der beteiligten Städte heute ziehen.

Mehr los als 2010 war auch beim Naturschutzbund im Erlengrund, auch wenn vor Ort nicht wie angekündigt Nistkästen gebaut wurden, sondern nur die Bausätze dafür für fünf Euro zu kaufen waren. „20 Stück sind wir schon los“, sagt Nabu-Vorsitzender Torben Preuß. Einer davon geht an Jonas Klauck aus Rodenberg. Mit seinen Eltern kam er gezielt zur Nabu-Station. „Wir dachten, die Nistkästen würden hier gebaut“, sagt Mutter Sabine. Nun nimmt ihr Sohn die für Amseln gedachte Halbhöhle in Einzelteilen mit, um sie Zuhause zusammenzusetzen.

Bei Familie Stuzmann aus Hannover trennten sich dagegen die Wege am Nachmittag. Während der 16-jährige Mike mit dem pensionierten Oberförster Ewald Homburg an der Cecilienhöhe auf jagdkundliche Führung ging, widmete sich Mutter Petra mit Bruder Jan der Kurparkrallye, und Oma Gisela Lange-Bergholz genoss die Sonne im Café. Sie alle kosteten den Deistertag voll aus, „Vorher waren wir schon in Springe und Bad Münder“, sagt Petra Stuzmann. Sie seien aber auch sonst öfter im Deister und in der Gegend unterwegs. „Es ist einfach schön hier.“

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