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„Deisterzwerge“ lösen sich auf

Bad Nenndorf / Kindergarten „Deisterzwerge“ lösen sich auf

Der Verein Waldkindergarten Bad Nenndorf löst sich zum 31. Juli selbst auf. Die Verabschiedung der beiden Schulkinder am Freitag (8. Juli) war damit auch der letzte reguläre Tag für die „Deisterzwerge“.

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Jost aus Beckedorf wagt als letzter „Deisterzwerg“ den Sprung vom Waldkindergarten in die Grundschule. Sein Abschied ist zugleich das Ende der Einrichtung. © pr.

Bad Nenndorf (bes). „Wie es für die anderen Kinder weitergeht, ist ganz unterschiedlich“, sagt Sandra Neumann, die Noch-Vereinsvorsitzende. „Einige wechseln in die Kindergärten der Samtgemeinde, zwei werden weiterhin einen Waldkindergarten in Feggendorf und Barsinghausen besuchen, weil die Eltern das Konzept wichtig finden.“

Die Entscheidung für das Ende der „Deisterzwerge“ fiel Ende Juni bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. „Die Kinderzahlen sind stark rückläufig“, begründete Neumann diesen Schritt. Viele Eltern hätten kurzfristig signalisiert, dass sie ihre Kinder nicht mehr im Waldkindergarten betreuen lassen wollen. Dementsprechend wäre dann im August nur eine „sehr kleine Gruppe“ an den Start gegangen.

Die Gründe dafür sieht die Vereinsvorsitzende in dem Wunsch der Eltern nach längeren Öffnungszeiten, die von der Einrichtung aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht angeboten werden können. „Wir haben auch eine Kooperation für die Nachmittagsbetreuung mit einem anderen Kindergarten erwogen“, führt Neumann weiter aus. Letztlich habe man sich aber für die Auflösung entschieden.

„Der letzte Tag war schon schlimm. Ich habe den Waldkindergarten gegründet und mit aufgebaut“, so Neumann. Die Erkenntnis, dass das Projekt keine Zukunft hat, habe sehr weh getan. „Es ist aber ein kleiner Trost für mich, dass unsere drei Kinder die Waldkindergarten-Zeit miterleben durften.“ Gestartet waren Neumann und ihre Mitstreiter im Oktober 2004.

In den zurückliegenden sieben Jahren wurden nach Agaben Neumanns mehr als 50 Kinder bei den Deisterzwergen betreut.

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