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Delegation stellt Millionen-Projekt vor

Klinik-Pläne für Bad Nenndorf Delegation stellt Millionen-Projekt vor

Jetzt kann niemand mehr behaupten, der auf dem Bad Nenndorfer Harms-Gelände geplante „Royalvital Wohnpark“ ist nur eine Luftnummer. Eine achtköpfige Delegation um Projektinitiator Pal Pinke hat am Mittwochabend im Bauausschuss gut zwei Stunden lang Einblicke in das gegeben, was auf dem Areal der einstigen Möbel-Fabrik für 150 Millionen Euro entstehen soll. Die Frage nach der Finanzierung wurde indes nicht konkret beantwortet.

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Erhard Tschirner erläuterte das Konzept für den Wohnpark .

Quelle: gus

Bad Nenndorf. . Architekt Istvan Tibor Racz, Wirtschaftsprüfer Erhard Tschirner und Projektmanager Frank Hoffert waren Teil der Delegation, ebenso eine Dolmetscherin für den Ungarn Racz. Pinke erklärte, es handle sich um eine neue Idee: Ein Wohnpark, gekoppelt mit einem Gesundheitszentrum. „Wohnen in einer besonderen Art“ - so formulierte es Pinke.

„Wir befinden uns in einer tiefen Planungsphase, dennoch liegt noch ein weiter Weg vor uns“, sagte Tschirner. Die Investorengruppe habe sich an bestimmte Gepflogenheiten zu halten und könne auch aus Gründen von Urheberrechten noch nicht allzu genau auf Einzelheiten der späteren Nutzung eingehen. Denn das Konzept sei weltweit einzigartig.

Tschirner betonte, den Betreibern sei nicht nur am Einvernehmen mit dem Bauausschuss gelegen sondern auch am Einvernehmen mit den Bürgern. So warb er auch mit einem netten Nebeneffekt, nämlich einer Investition in die Kraterquelle, die nach seiner Auffassung derzeit in „desolatem Zustand“ sei.

Der Royalvital Wohnpark wird nach Tschirners Worten nichts für den kleinen Geldbeutel, die Klientel werde sich von der abheben, die in den jetzigen Kurbetrieben verkehre. Die Exklusivität des Projekts werde „den Namen Bad Nenndorf in die Welt hinaustragen“, so Tschirner.

So weit ist es freilich noch nicht. Der Bebauungsplan muss für den Wohnpark geändert werden, dazu sind die üblichen Verfahren nötig. Erst danach kann die Baugenehmigung erteilt werden. Die gesamte Bauzeit soll dreieinhalb Jahre dauern. „Wir möchten nicht der Flughafen werden“, betonte Tschirner, der aber unumwunden einräumte: Das Projekt kann jederzeit an Unwägbarkeiten scheitern.

Laut den Ausführungen von Architekt Racz erfolgt die Zufahrt zum Gelände von der K47. Die Fahrzeuge der Patienten sollen in einer Tiefgarage stehen, der Parkplatz vor dem Praxis- und Mietwohnungsbereich dient in erster Linie Kurzzeitparkern. Des gesamte Areal wird mit Bäumen umringt. Grün und weiß prägen den Komplex: Es soll viele Pflanzen geben, sogar an den ansonsten weiß gehaltenen Fassaden. Außerdem wird viel Glas verbaut, laut Racz kommt modernste Technologie zum Einsatz. Der Wohnpark soll nahezu ein energetischer „Eigenversorger“ werden.

Eine Kernfrage wurde indes nur schwammig beantwortet: Hoffert betonte zwar, das Konzept sei gut durchdacht und basiere auf vielen Vorgesprächen, konkrete Informationen lieferte er jedoch nicht. „Das Geld besorgen wir uns auf legale Weise, von einem Investorenpool“, hatte Tschirner zuvor versichert. Stadtdirektor Mike Schmidt ging auf zweifelnde Äußerungen aus dem Publikum ein: Auch die Verwaltung begleite das Projekt skeptisch, habe aber keinen Grund, an der Ernsthaftigkeit zu zweifeln. gus

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