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Den Wandel „verpennt“

Citymanagement in der Wandelhalle Den Wandel „verpennt“

Über deutlich mehr Zuspruch seitens der Nenndorfer Bürger hätten sich Stadtdirektor Mike Schmidt und die Mitarbeiter des Dienstleisters CIMA bei ihrem Workshop zum Citymanagement in der Wandelhalle sicher gefreut. Nur knapp 30 Interessierte waren erschienen, um sich bei diesem Prozess einzubringen.

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Möglicherweise könnten Spielgeräte wie dieses aus dem Kurpark auch in der Fußgängerzone aufgestellt werden, um sie zu beleben.

Quelle: ar

BAD NENNDORF. Dabei ist die Fragestellung spannend: „Was können wir machen, um das Sanierungsgebiet im Innenstadtbereich mit Leben zu füllen?“ So begrüßte Schmidt die Gäste. Nachdem „viele Steine in diesem Bereich verlegt worden sind“, will sich die Stadt gemeinsam mit Einwohnern und Politikern auf den Weg begeben, das alte Kurort-Image loszuwerden und hofft auf zahlreiche Ideengeber. „Machen Sie mit – wir brauchen Akteure“, motivierte Bauamtsleiterin Annette Stang die Anwesenden.

Im Vorfeld stellten Uwe Mantik und Petra Bammann von der CIMA das Konzept und ihre Analysen vor. Nach einer Online- und Passantenumfrage im Herbst letzten Jahres sowie Begehungen und einem Einzelhandelscheck gibt es nun zahlreiche Ansatzpunkte, die angepackt werden sollen. „Bad Nenndorf hat einfach die Reaktion auf den Wandel verpennt“, brachte Mantik die Problematik der Kurstadt auf den Punkt.

In der anschließenden Diskussion hagelte es zunächst Kritik für die CIMA. Der Workshop sei nicht ausreichend beworben worden, monierte ein Teilnehmer und machte diesen Umstand für die geringe Beteiligung verantwortlich.

Bessere Qualität bei Gastronomie und Hotels

Auch Themen wie Kern-Ladenöffnungszeiten, ein Parkleitsystem sowie Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder im Sanierungsbereich beschäftigten die Teilnehmer. Kontrovers und teilweise hitzig diskutiert wurde die Forderung Schmidts, die Geschäfte der Kurstadt sollten jeden Sonntag öffnen. Maren Borchers, Eigentümerin der gleichnamigen Buchhandlung, merkte an, dass die Kosten an diesen Tagen die Einnahmen nicht übersteigen dürften – was aber oft der Fall sei. Jürgen Uebel, Inhaber der Kur-Apotheke, kritisierte, dass es solche Bestrebungen schon öfter gegeben habe. Dies sei aber schließlich an mangelnden Mitstreitern gescheitert.

Zum Thema Gastronomie und Hotels wünschten sich etliche Anwesende eine bessere Qualität. Auch neue Geschäfte, die somit Leerstände beenden, standen ganz oben auf der Wunschliste. Bendix Bock, Vorsitzender des Jugendbeirats, warf ein, eine Umfrage unter Jugendlichen habe ergeben, dass es zu wenig Angebote und Geschäfte für sie vor Ort gäbe.

Die CIMA wird nun die Ergebnisse bündeln und daraus konkrete Maßnahmen und Projektvorschläge zusammenstellen und sie im nächsten Schritt der Öffentlichkeit vorstellen. Ziel sei, im Frühherbst mit der Umsetzung zu beginnen .ar

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