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Der Kraterzoo-Verein ist aufgelöst

Reaktion auf Tierpark-Schließung Der Kraterzoo-Verein ist aufgelöst

Der Förderverein des Bad Nenndorfer Kraterzoos ist am Donnerstagabend de facto aufgelöst worden. Damit reagierten die Mitglieder auf die bevorstehende Zoo-Schließung.

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Noch sind im Zoo viele Tiere zu sehen, doch im Laufe des Jahres soll sich dies ändern. Der Förderverein ist bereits aufgelöst.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. . Im Anschluss an die reguläre Jahresversammlung, in der der Vorstand um Detlef Panter die Weiterarbeit nur noch kommissarisch übernahm, folgte eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Darin stimmte das Plenum um 20.18 Uhr für die Auflösung.

Zwei Liquidatoren – Carsten Bock und Detlef Panter – führen nun die Geschäfte bis zur Tilgung aus dem Vereinsregister. Eine andere Lösung war nicht gefunden worden. Im Vorfeld der Sitzung hatte es Gerüchte gegeben, dass der Vorstand zum Weitermachen gedrängt werden sollte. Dazu kam es nicht.

Im Rückblick auf das zurückliegende Geschäftsjahr nahmen die Vorgänge des ersten Quartals 2015 den größten Raum ein. Laut Panter hätte es die Möglichkeit gegeben, den Zoo mit einem neuen Betreiber fortzuführen – die Stadt hätte einen auf 40000 Euro jährlich erhöhten Zuschuss gewährt. Auch die Infrastruktur wäre über den Kiosk hergestellt worden. Doch die Nachricht der Familie von Lenchen Schulz, dass ein anderer Betreiber den Zoo doch nicht übernehmen kann, führte zu dem Entschluss des Vorstands, den Verein aufzulösen. Denn Lenchen Schulz will den Tierpark bis Ende dieses Jahres schließen oder zumindest erheblich verkleinern.

Diskutiert wurde unter anderem darüber, dass das Zoo-Gelände nach Ende des Pachtverhältnisses wohl wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt werden muss. Sprich: Die Gehege und sonstigen Gebäude müssen abgerissen werden. Sollte Familie Schulz das Gelände quasi als reinen Privatzoo („Zoo light“) fortführen, könnte der Rückbau später an ihr hängen bleiben. Der Verein sei moralisch verpflichtet, dabei zu helfen, meinten die einen. Panter sagte allerdings auch, dass der Förderverein eigentlich nichts damit zu tun hat. Offen sei, ob der gemeinnützige Verein für die rein privaten Belange der Familie eintreten darf.

Die Gebäude, die vom Förderverein geschaffen wurden, stellen keine Wertsteigerung des Geländes dar. Auf entsprechende Anfrage sagte Schatzmeister Carsten Bock, es handle sich eher um eine Belastung der Familie Schulz. Zwar seien durchaus Werte geschaffen worden, doch im Abrissfall seien die Gebäude eher ein Kostenknebel. Henning Jürgens fand es schade, dass der Zoo ausgerechnet jetzt, wo Projekte wie die Ziegenwiese fertig seien, geschlossen wird.

Werner Schulz, Lenchen Schulz' Sohn, erklärte in der Versammlung, dass der Zoo seit dem Tod seines Vaters im Jahr 2009 immer mehr zur Belastung der Familie geworden ist. Fünf Arbeitsverhältnisse seien mittlerweile aufgelöst worden. Lenchen Schulz wolle es zudem nicht mit ansehen, dass ein unabhängiger Betreiber das Vermächtnis ihres verstorbenen Mannes in die Hände gelegt bekommt. Daher der Entschluss zur Schließung, wobei Werner Schulz andeutete, dass auch künftig noch besondere Aktionen im Zoo denkbar sind. gus

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