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Der Sinkflug hält an

Bad Nenndorfer SPD verliert an Einfluss Der Sinkflug hält an

Zwei Stimmen haben die SPD in der Kurstadt endgültig in die Krise gestürzt. Die 11:13-Niederlage bei der Bürgermeisterwahl fügt sich ein in eine Reihe von Rückschlägen für die Sozialdemokraten, die bis März 2013 noch die drei Schlüsselpositionen in Bad Nenndorf bekleideten: Stadtdirektor- und Bürgermeisteramt sowie Aufsichtsratsvorsitz der Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT). Ferner war die Partei lange stärkste Kraft im Rat.

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Gudrun Olk ist derzeit noch Vorsitzende des KurT-Aufsichtsrates.

Quelle: js

Bad Nenndorf. Die Abwärtstendenz setzte letztlich mit dem Zerwürfnis zwischen der SPD und dem 2006 gewählten Samtgemeindebürgermeister, Bernd Reese, ein. Dieses führte 2013 zu dessen Parteiaustritt, sodass die SPD spätestens da nicht mehr für sich beanspruchen konnte, den Verwaltungschef und Stadtdirektor zu stellen. Bei der Neuwahl 2014 setzte sich mit Mike Schmidt der CDU-Bewerber gegen SPD-Kandidat Sigmar Sandmann und den parteilosen Reese durch.

Es folgte die knappe Niederlage gegen die CDU bei der Kommunalwahl am 11. September. Die Christdemokraten zogen um zwei Prozentpunkte an der SPD vorbei – was aber zunächst nur ein psychologischer Sieg war. Denn im neuen Rat stellen beide neun Vertreter. Immerhin ging Sozialdemokratin Gudrun Olk noch mit dem besten Einzelergebnis in die gestrige Bürgermeisterwahl. Doch in beiden Durchgängen lag Marlies Matthias (CDU) vorn. Gut möglich, dass dabei eine alte Rechnung beglichen wurde. Im Jahr 2011 setzte der KurT-Aufsichtsrat Reese als Vorsitzenden ab, an seine Stelle rückte Olk. Dass Reese am Mittwoch für Olk votiert hat, ist daher einigermaßen unwahrscheinlich.

Den Aufsichtsratsvorsitz bekleidet Olk immer noch, doch im Dezember werden auch dort die Karten neu gemischt. Olk erhält weiterhin einen Sitz in dem Gremium, das wurde am Mittwoch entschieden. Doch der Vorsitz dürfte es kaum werden. Den ersten Zugriff darauf hat eigentlich der Verwaltungschef und Stadtdirektor. Schmidt hatte nach seinem Amtsantritt 2014 erklärt, er wolle vor der Kommunalwahl keine Veränderungen bei der Aufsichtsratsführung vornehmen. Dies könnte sich jetzt ändern.

Schmidt sitzt Kraft Amtes im Aufsichtsrat. Zudem sind derzeit die Bürgermeisterin, die Sprecher der Ratsfraktionen sowie weitere Rasmitglieder dort vertreten. Hinzu kommt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf (IGBN). Dass Schmidt – sollte er den Wunsch hegen – der Zugriff verweigert wird, gilt als abwegig.

Olk hat ihre Niederlage akzeptiert, wie sie dieser Zeitung sagte. Sie habe das Amt auch nicht verloren, ihre Amtszeit sei schlicht zu Ende. Sie wolle sich dennoch voll in die Ratsarbeit einbringen. 15 Jahre lang war Olk Bürgermeisterin in Bad Nenndorf. SPD-Ortsvorsitzender Ingo Knieper sagte, das Wahlergebnis müsse so akzeptiert werden. „Das ist Demokratie“, betont er. Die SPD werde sich überlegen, welche Schlüsse aus den Niederlagen zu ziehen sind. Jetzt sei es noch zu früh, um bereits erste Schritte einzuleiten.

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