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„Der Spatz in der Hand“

Kurhausstraße „Der Spatz in der Hand“

Die Pläne der Part AG für den Platz an der Kurhausstraße sind beschlossene Sache. Im Bad Nenndorfer Bauausschuss bestand weiterhin großer Gesprächsbedarf – und nicht immer von der freundlichen Sorte.

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Die neuen Entwürfe der Part AG zeigen das geplante Gebäude.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Der Verwaltungsausschuss hatte die aktuellen Pläne, die nach der vorangegangenen Bauausschusssitzung noch einmal modifiziert worden waren, abgenickt. Beim Bauausschuss stellte die Verwaltung den Entwurf öffentlich vor. Wie zu erwarten, rasselten die Parteien dabei erneut aneinander.

 Von den im September vorgestellten Plänen für einen neuen Rewe-Markt an der Ecke Kurhausstraße/Am Thermalbad fühlten sich die Ratsmitglieder ziemlich überrumpelt. Der würfelförmige Bau mit nur einer schmalen Stahltreppe zum Parkdeck sorgte geradezu für Empörung. Der Investor legte daraufhin einen neuen Entwurf vor. Dieser präsentiert sich optisch deutlich abgewandelt, mit vielen Fenstern sowie einem Rundteil samt spitz zulaufendem Schrägdach. Die Treppe soll ebenfalls eine andere Gestalt erhalten und deutlich vergrößert werden. Einen Fahrstuhl und damit einen behindertengerechten Zugang zum Parkdeck, wie vom Bauausschuss gewünscht, wird es aber weiterhin nicht geben, wie Bauamtsleiter Bernd Kampen erklärte. Auch die Zufahrt wird entsprechend der Ursprungspläne über die Kampstraße erfolgen.

 Das rief einige Zuhörer auf den Plan. Die Anlieger der Kampstraße hatten von Beginn an die Pläne moniert, die den Anlieferungsverkehr durch ihre Straße führen, und stellten die Ratsleute zur Rede. Das Thema Anlieferung war allerdings nie Gegenstand der Diskussionen der Fraktionen gewesen, wie Lutz Oltrogge (SPD) erklärte. Da die Stadt nicht selbst Investor und Bauherr ist, haben sich die Politiker im Wesentlichen mit Punkten befasst, die baurechtlich und für das Stadtbild relevant sind. Hätten die Anwohner mit den Bauplänen Probleme, sei das, als wolle jemand gegen ein Bauvorhaben seines Nachbarn vorgehen. Dieser Weg führe nicht über einen Rat, sondern über das Gericht. Das sollte jedoch nur zur Erklärung dienen, betonte Ralf Tegtmeier von der SPD: „Wir wollen die Bürger hier nicht dazu ermutigen, eine Klage anzustrengen.“

 Doch nicht nur manche Bürger machten ihrem Ärger über die Situation noch einmal Luft. Auch die Wählergemeinschaft hatte zu dem neuen Konzept noch einige Worte zu verlieren. Zu viele Unstimmigkeiten seien noch immer vorhanden, angefangen bei den fehlenden Parkplätzen, erklärte Frank Steen. „Ich möchte deshalb betonen, dass die WGN auch im Verwaltungsausschuss gegen den Entwurf gestimmt hat.“

 Bei den übrigen Ratsmitgliedern stieß diese erneute Kritik auf wenig Gegenliebe. „Es ist immer einfach, gegen etwas zu sein“, sagte Tegtmeier. Einer produktiven Diskussion aber habe sich die WGN von Anfang an entzogen.

 So viele Jahre habe die Suche nach einem Investor gedauert, stellte Cornelia Jäger (CDU) fest. Selbstverständlich hätten auch sie sich einen schöneren Bau gewünscht. Die zwei verbleibenden Möglichkeiten bestanden schließlich darin, einfach nichts zu tun oder den neuen Investor zu halten und endlich aktiv zu werden. „Wenn man die Taube auf dem Dach nicht kriegt, muss man den Spatz in der Hand nehmen“, so Jäger. kle

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