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Bad Nenndorf Der Turmbau zu Heinrich
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Der Turmbau zu Heinrich
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00:16 21.04.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Bad Nenndorf

Antragsteller ist Möbel Heinrich gewesen, auf dessen Fläche im südöstlichen Bereich des Gewerbegebiets, also auf der Wiese neben dem Edeka, der Turm gebaut werden soll. Geplant ist, dort nur eine Werbeeinrichtung zu platzieren. Allerdings sind nach Angaben von Bauamtsleiterin Annette Stang Möbel Heinrich und Hellweg „weit entfernt“ von einer Einigung, weswegen nun auch Hellweg um eine Bauleitplanung gebeten habe, um einen eigenen Turm zu errichten. Auch der Hammer-Heimtex-Markt hatte Interesse an einem eigenen Turm bekundet.

Die geäußerten Bedenken von Bernd Zimmermann (WGN) , dass an der vorgesehenen Stelle theoretisch mehrere Türme errichtet werden können, erteilte der zuständige Ingenieur Nico Jester einer Absage. „In der Festsetzung heißt es wörtlich, dass nur ein Werbeturm maximal gebaut wird“, sagte er. Ralph Tegtmeier (SPD) betonte, dass man zwar im Sinne der Gewerbetreibenden handeln möchte, „aber dann mit einer konzentrierten Variante“. Hans-Walter Sattler (WGN) schloss sich dem an und forderte, dass weitere Verfahren so festzuhalten, „dass uns da nicht noch ein zweiter Turm durch die Hintertreppe kommt“.

Stang wies jedoch daraufhin, dass die Planungshoheit letztlich bei der Politik lege. Und Hellweg könne auf ihrem Grundstück aufgrund des dort geltenden Bebauungsplans nicht einfach einen eigenen Turm errichten.

Keine Kosten für die Verwaltung

„Warum machen wir die Probleme der Firmen zu unseren?“, fragte Ausschussmitglied Heinrich Steding (CDU) in die Runde. Schließlich müssen sich die beteiligten Firmen einigen. Nach Informationen von Bauamtsleiterin Stang habe es schon erste Gespräche für einen städtebaulichen Vertrag zwischen den Interessenten und der Stadt gegeben. Damit würden für die Verwaltung keine Kosten für das Verfahren der Bauleitplanung entstehen. Stang glaube, dass sich beide Parteien noch einigen. „Außerdem ist Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt prädistiniert für solche Gespräche“, sage sie. Sechs Ausschussmitglieder sahen das genauso und hoben ihre Hände dafür, die entsprechende Änderung des Bebauungsplans zu gewähren und jenen jetzt schon öffentlichen auslegen zu lassen. Imke Hennemann-Kreikenbohm (Grüne) sowie zwei weitere Politiker waren mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und sprachen sich dafür aus, das Verfahren so lange ruhen zu lassen, bis eine Einigung hinsichtlich des städtebaulichen Vertrags erzielt werde.

Damit ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Beim Umweltausschuss am 3. Mai werden unter anderem die Belange des Naturschutzes und der dort ansässigen Vogel-Arten eine Rolle spielen. js

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