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Der Zugführer geht von Bord

Feuerwehr Der Zugführer geht von Bord

Bernd Schröder ist neuer Zugführer der Feuerwehr Bad Nenndorf. Er tritt die Nachfolge Paul Dyllas an, der das Amt aus beruflichen Gründen abgab.

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Verdiente Feuerwehrleute: Michael Stemme (von links), Karsten Reimer, Frank Behrens, Andre Lepsky, Martin Höger, Bernhard Haard, Ernst Juretzka, Ingo Kramer und Henning Steingrube.

 

Quelle: gus

BAD NENNDORF. Bei der Hauptversammlung hielt Dylla zum Abschied wie gewohnt eine mutige Rede, diesmal richtete er seine Kritik aber nicht an andere sondern an sich selbst. „Ich habe viel falsch gemacht und einigen auf die Füße getreten“, räumte Dylla ein. In seinen mehr als zehn Jahren als Zugführer sei es ihm aber stets um die Sache gegangen. Ortsbrandmeister Thomas Schweer und Vize Hans-Martin Cronjäger hätten häufig Schadensbegrenzung betreiben müssen. „Danke, dass Ihr hinter mir gestanden habt und es mir ermöglicht habt, Ausbildung zu machen“, so Dylla. Dabei schloss er auch seinen Stellvertreter Thomas Schröder ein.

Kritik: Bedarfsplan steht noch aus

Dylla hob die Bedeutung eines guten Netzwerks für die Ausbildung hervor und erwähnte den in Essen wohnenden Kameraden Jörg Wackerhahn, der eine von zwei Heißübungen im Ruhrgebiet eingefädelt habe, und die DLRG, die Inhalte der Wasserrettung vermittle. Da Bad Nenndorf wachse, sei ein Übungsgelände „kein Wunsch sondern eine Notwendigkeit“. Speziell Menschenrettung und Innenangriff müssten mehr trainiert werden. Auch der stellvertretende Kinderfeuerwehrleiter, Andreas Flemming, schied aus.
 Schweer bemängelte, dass der Feuerwehrbedarfsplan noch nicht vorliegt. Dies wäre hilfreich gewesen „bei der einen oder anderen Ersatzbeschaffung“. Dass sich der Umzug ins neue Domizil verzögert, sei nicht tragisch. „Im Sommer lässt es sich ohnehin angenehmer umziehen“, so Schweer. Dieser strich außerdem heraus, dass er nunmehr seine vorletzte Hauptversammlung als Ortsbrandmeisters geleitet hat.Probleme sieht Schweer bei der Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr in der Kurstadt. Er erwarte mehr Unterstützung aus den umliegenden Orten. „In der Gemeinschaft ist es für alle leichter“, betonte er. Auch die Besetzung ehrenamtlicher Positionen innerhalb der Ortsfeuerwehr gestalte sich zäh. Darüber hinaus plädierte Schweer noch einmal auf den Bau eines Übungsturms. Er bezeichnete eine Überschrift dieser Zeitung, wonach die Feuerwehr auf einen solchen Turm „gepocht“ habe, als reißerisch. Der Turm sei vielmehr nötig. Und er verbat es sich, dass Politiker Feuerwehrleute in öffentlicher Sitzung „mit gefährlichem Halbwissen abwatschen“.Nach Worten Cronjägers ist 2018 ein jetzt 27 Jahre altes Löschauto zu ersetzen. Alle Fahrzeuge außer ein Einsatzleitwagen sind mittlerweile auf Digitalfunk umgestellt worden. Alle Atemschutzgeräteträger tragen Helmmikrofone. 93 Einsätze leistete die Feuerwehr in 2016, ein Jahr zuvor waren es noch 105 gewesen. 18-Mal waren Brände zu löschen.Geehrt wurden Karsten Reimer, Michael Stemme, Martin Höger, Bernhard Haard, Frank Behrens, Ernst Juretzka, Ingo Kramer und Andre Lepsky (alle 40 Jahre im Dienst) sowie Henning Steingrube (25 Jahre). Sebastian Lier wurde neu in die aktive Gruppe übernommen, Tobias Dröse wurde zum Löschmeister befördert, und Dennis Höger erhielt die Schulterklappen des Oberlöschmeisters. gus
 
 
 
   

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