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Der verhüllte Spielplatz

Ungewöhnliche Aktion Der verhüllte Spielplatz

Christo und Jeanne-Claude haben es mit dem Reichstag vorgemacht. Nur statt mit Polypropylen sind die Ohndorfer mit Planen und Pizzakartons zuwege gegangen, um den Spielplatz an der Neuen Straße zu verhüllen und umzugestalten.

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Mit Planen und Pappkartons haben die Freunde des Spielplatzes an der Neuen Straße die Geräte und Gerüste „umgestaltet“.

Quelle: kle

Ohndorf. Damit wollten die Beteiligten aber keineswegs ein künstlerisches Statement abgeben, sagt Bendix Bock, Vorsitzender der Dorfjugend, sondern vielmehr ein klares politisches: Ohndorf will seinen Spielplatz behalten, und zwar in einem angemessenen Zustand.

Der Platz hatte zuletzt den Jugendausschuss der Gemeinde Hohnhorst beschäftigt (wir berichteten). Vom Grundsatz wollten die Ratsleute – vor allem auf Wunsch der Anwohner – das Angebot gerne erhalten. Das Wann und Wie blieb allerdings offen. Denn eine komplette Neugestaltung würde eine Menge Geld kosten. Klar ist bislang nur: Im Haushalt 2015 ist der Spielplatz noch nicht berücksichtigt.

Als Bürgermeister Wolfgang Lehrke beim Ohndorfer Fasleabend den – aus Sicherheitsgründen notwendigen – Abriss der maroden Spielgeräte ankündigte, folgte „eine Welle des Protestes“, schildert Bock. Mithilfe ansässiger Unternehmer sammelten Ohndorfer Jugendliche daraufhin Pizzakartons und Planen zusammen, um die in die Jahre gekommenen Spielgeräte einzuhüllen – unter dem Motto: „Weil keiner anpackt, haben wir eingepackt.“

Dabei verweisen die Beteiligten außerdem auf die Geschichte der Krokodilschaukel. Diese hätte nach dem Wunsch des Jugendausschusses bereits vor sieben Jahren ersetzt werden sollen, so Bock. Bis heute sei nichts passiert. Das gleiche Schicksal befürchten die Beteiligten nun auch für den Rest des Spielplatzes.

Auf Facebook hat sich inzwischen eine Gruppe namens „Pro Spielplatz“ gegründet, erklärt Bock, die Dorfjugend Ohndorf habe ihre Unterstützung der Aktion zugesichert. In Anspielung auf die 2015 anstehenden großen Investitionen der Gemeinde stellte Bock deshalb beim Fasleabend klar: „Wer Brücken, Tunnel und Radwege bauen will, sollte sich erst einmal darum kümmern, dass es Nachwuchs gibt, der diese nutzen kann.“  kle

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