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Diabetes und Depression eng verbunden

Bad Nenndorf / Vortrag Diabetes und Depression eng verbunden

So eng war es wohl selten im Kellerraum „Tempelhof“, des Restaurant „Baba´s“, als sich dort rund 40 Diabetiker zum Vortrag des Mediziners Christoph Axmann einfanden. Die zum Teil gehbehinderten Mitglieder und Besucher waren einer Einladung des Deutschen Diabetikerbundes gefolgt. Weil mit so großem Interesse am öffentlichen Vortrag „Diabetes und Depression“ wohl nicht gerechnet worden war, mussten etliche Stühle herangeholt werden.

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Geschafft: Diabetologe Christoph Axmann hält die Bezirksvorsitzende Heide Slawitschek-Mulle im Arm. © ems

Bad Nenndorf (ems). Mit hoher Aufmerksamkeit folgte das Auditorium den Ausführungen über die Zusammenhänge zwischen Stoffwechselerkrankung und Gemütslage. „Chronische Erkrankungen und damit einhergehende Einschränkungen, können schon allein zur Verzagtheit führen“; so der Oberarzt, der in einer Nervenklinik in Liebenburg tätig ist.

Ebenso gäbe es Fälle, wo überhaupt erst die Depression eine Diabetes auslöse. Und Axmann betonte eindringlich: „Diabetes ist mehr als Blutzuckermessung und Insulingabe.“ Unterzuckerung, Überzucker oder Wechsellagen, könnten betroffene Patienten in ein Gefühl der Ausweglosigkeit rutschen lassen - bis hin zu Selbstmordgedanken.

Zur frühzeitigen Diagnose empfahl der Arzt, der selber Diabetiker ist, den „WHO-5-Fragebogen“: „Fünf Fragen die dennoch Aufschluss über die Gemütslage des Diabetikers geben“. Aktuelle Studien hätten gezeigt, dass Diabetiker mit Depressionen besonders früh sterben, weshalb eine entsprechende Diagnostik im wahrsten Sinne des Wortes „lebenswichtig“ sei.

Typische Anzeichen für eine depressive Störung seien Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen in der zweiten Nachthälfte, das frühe Aufwachen und das Morgentief. Zum Ende der fast zweistündigen Veranstaltung kamen noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Mit Hinblick auf die anschließende Mitgliederversammlung, beendete die Bezirksvorsitzende Heide Slawitschek-Mulle den öffentlichen Teil und dankte dem Arzt mit einem kleinen Präsent für seinen „hochinteressanten Vortrag“.

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