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Die Bedeutung der Kunst in der Kurstadt

Vortrag in Bad Nenndorf Die Bedeutung der Kunst in der Kurstadt

Hat Bad Nenndorf eine kulturelle Identität? Und wenn ja, welche Bedeutung kommt ihr mit Blick auf die Lebensqualität in der Kurstadt zu? Mit dieser Frage beschäftigt sich Hermann Wiedenroth bei einem Vortrag am Donnerstag, 3. März, im Raum Hofrat Schröter (Haus Kassel). Beginn ist um 19.30 Uhr.

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Agnes Miegels Stele an ihren früheren Standort im historischen Kurpark.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Wer reiste nach Wiedensahl, hätte dort nicht Wilhelm Busch gelebt? Oder nach Bargfeld in der Südheide, wenn es Arno Schmidt nicht gegeben hätte? „Einmal im Jahr erwacht selbst Bad Segeberg durch die Karl-May-Festspiele zu knallbuntem Leben“, schreibt das veranstaltende Kulturforum in einer Ankündigung.

 Was aber hat Bad Nenndorf zu bieten – eingekeilt zwischen einem Besuch des vergessenen Romantikers Friedrich de la Motte Fouqué im Jahr 1806 und der kontroversen Diskussion über Agnes Miegel im Durchreiseland zwischen Deister und Steinhuder Meer? Bad Nenndorf mit seiner edlen Bäderarchitektur und seinem historischen Kurpark im Spannungsfeld zwischen „Tassenbrunnen“ und den nackten „Badenden“.

 Miegel-Anhänger bezeichnen Bad Nenndorf gern als „Stadt der Literatur“, doch genügen 16 Jahre Aufenthalt der ostpreußischen Dichterin, um dieses Prädikat zu rechtfertigen? Einen bedeutenden Text ihres Lebenswerks hat Miegel in Bad Nenndorf nicht geschaffen. Immerhin werden jährlich die Agnes-Miegel-Tage in der Kurstadt veranstaltet, wo ihre Werke gelesen werden. Doch so populär die Königsbergerin bis in die vierziger Jahre hinein gewesen war, so unbedeutend ist sie für die Literaturwissenschaft heute.

 „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, wird Pablo Picasso zitiert, und dieses Zitat lässt sich erweitern auf den Begriff Kultur. „Kultur ist mondän und prekär, populär und elitär, kritisch und angepasst, provokant und versöhnlich – sie eint und trennt, bildet und unterhält, kostet Geld und bringt Geld“, so lautete das Motto einer Tagung mit dem Titel „Zukunft. Lebensqualität. Kultur 2011“ in Salzburg.

 Der Vortrag versucht eine Standortbestimmung, will zugleich aber Perspektiven aufzeigen, wie sich der Begriff der Regional- oder Provinzkultur neu definieren und mit Leben füllen lässt und welche Bedeutung Kunst und Kultur für die Lebensqualität und Zukunft von Bad Nenndorf und das Schaumburger Land insgesamt haben oder zumindest haben können.

 Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Veranstalter ist das Kulturforum Bad Nenndorf. gus

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