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Die „Berg-Etappe“ steht noch bevor

Bad Nenndorf / Kurpark Die „Berg-Etappe“ steht noch bevor

Der Großteil der Kurparksanierung ist erledigt. Doch wer auch den Bereich zwischen Liesallee und Galenberg benutzt, bemerkt den Kontrast: Dort oben regiert noch immer der ramponierte „Charme“ vergangener Jahrzehnte.

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Die Wege im oberen Kurparkbereich sind schadhaft, und die Vegetation macht manche gestalterische Details unkenntlich.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Nicht umsonst waren bereits bei der Eröffnung des vorerst letzten Sanierungsabschnitts Stimmen laut geworden, die für eine Fortsetzung im oberen Abschnitt warben.

 Ganz vorsichtig hatte Rainer Schomann, beim niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege für die Gartendenkmäler zuständig, in seiner Rede zur Esplanade-Eröffnung anklingen lassen, dass noch nicht der ganze Kurpark modernisiert worden ist. Und ebenso vorsichtig präzisierte der Fachmann auf Anfrage dieser Zeitung seine Vorstellungen davon, wie die Sanierung bis hinauf zum Galenberg zu vollenden wäre. Die „Berg-Etappe“ der Parksanierung steht also gewissermaßen noch aus.

 Abgesehen von der offensichtlich nötigen Sanierung der Wege, deren Asphalt zunehmend brüchig wird, geht es Schomann um ein sanftes Wiederherstellen historischer Gestaltungszusammenhänge. Der Bad Nenndorfer Henning Dormann habe dazu mit seinem Kommilitonen Kim Marius Radke eine Uni-Abschlussarbeit verfasst, die eine wertvolle Basis darstelle.

 Auf dieser Basis wünscht sich Schomann vor allen gärtnerische Pflegemaßnahmen. Speziell am Galenberg und auf manchen Wiesen darunter verwildere der Park geradezu. Deshalb sollte – mit Augenmaß – ein Teil der Vegetation entfernt oder zumindest zurückgeschnitten werden, um die ursprüngliche Anlage in ihrer Form wiedererkennbar werden zu lassen.

 Ähnlich sieht es WGN-Ratsherr Bernd Zimmermann. Ihm sind Fehlpflanzungen von Buchen auf den Wiesen ein Dorn im Auge. Und die Sichtachse Schlösschen-Wilhelmshöhe solle wiederhergestellt werden. Auch Schomann verweist auf die Bedeutung dieser Achse, die einst den Blick anreisender Kurgäste in den Landschaftsgarten ermöglichte, heute aber verstellt ist.

 Zimmermann möchte ferner „aufgelaufenes Stangenholz“ entfernt wissen, damit die Waldkante wieder ursprüngliche Konturen annimmt. Diese Kante teilte den bewaldeten Bereich einst strikt ab: Dort sollten die Menschen unbeobachtet flanieren können, während sie auf den Wegen zwischen den Wiesen bewusst exponiert waren.

 Schomann betont, dass es noch nicht eilig ist, diese Dinge umzusetzen. Doch wenn die Stadt zu lange wartet, könnte manches historisch Bedeutsame nicht mehr zu retten sein. In die Stadtpolitik möchte sich der Denkmalpfleger auch nicht einmischen, lediglich fachliche Hinweise geben. Dass die Sanierung gleich wieder im Millionenbereich liegt, glaubt Schomann nicht. Und die pflegerischen Maßnahmen seien weniger teuer als beispielsweise der Wegebau. gus

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