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Bad Nenndorf Die Kirchen läuten gegen Rassismus und Fremdenhass
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Die Kirchen läuten gegen Rassismus und Fremdenhass
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18:52 29.07.2009

Der Protest gegen den Aufmarsch der rechtsestremenen Szene beginnt am kommenden Sonnabend mit einem Ökumenischen Gottesdienst vor der Musikmuschel im Kurpark. Die Gordehardi-Kirchengemeinde und die jüdische Gemeinde in Bad Nenndorf laden dazu für 9.30 Uhr ein. Der ökumenische Gottesdienst richtet sich gegen Rassismus, Intoleranz, Fremdenhass und Faschismus und ruft zu friedlicher Auseinandersetzung auf. Der katholische Dechant Stefan Bringer wird daran teilnehmen. Der Gottesdienst wird geleitet von Pastor Jürgen Schönwitz. Die Glocken aller Kirchen der Schaumburger Nordregion werden von 9.20 Uhr bis 9.30 Uhr läuten.

Der Verdi-Ortsverein Stadthagen ruft alle Kollegen mit ihren Freunden und Bekannten dazu auf, an der Kundgebung am 1. August „Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch“ teilzunehmen. Die Mitglieder treffen sich um 9 Uhr beim Sportplatz in Beckedorf um dann in Fahrgemeinschaften oder bei gutem Wetter mit dem Fahrrad nach Bad Nenndorf zu fahren, teilen die Vorsitzenden Thomas Schmidt und Gisela Natzel mit.

Die CDU Schaumburg will sich bei der Gegendemonstration gegen die Rechtsextremisten am 1. August in Bad Nenndorf „klar und unmissverständlich“ gegen jegliche Art von Extremismus abgrenzen. „Die CDU legt Wert darauf zu verdeutlichen, dass von ihr nicht nur Rechts- sondern auch Linksradikale abgelehnt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Partei kündigt an, an der friedlichen Gegendemonstration teilzunehmen und „damit den hohen Stellenwert der christlichen Gesinnung zu unterstreichen“. Die Christdemokraten wollen „Flagge zeigen für Demokratie und Menschenrechte“ und verteilen an diesem Tag als sichtbares Zeichen ihren Aufkleber „Schaumburg lieben“.

Parteiübergreifend trifft sich die CDU mit Freunden am 1. August vor dem Bad Nenndorfer Bahnhof/Ecke Bornstraße, allerdings entgegen der bisherigen Ankündigung bereits eine Viertelstunde früher um 9.45 Uhr.

Auch die Skigemeinschaft Nordschaumburg bezieht als Verein für den Breitensport eindeutig Stellung gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. „Die SGNS fördert durch ihr sportliches Angebot das friedliche Miteinander und ist gegen eine Diskriminierung von Menschen anderer Herkunft, Nationalität, Kultur oder sozialer Stellung“, schreiben die Vorstandsmitglieder Bernd Lescher und Ulrich Dehne. Deshalb unterstütze die Skigemeinschaft in vollem Umfang den Aufruf des Rates der Stadt Bad Nenndorf zur Teilnahme an friedlichen Protesten gegen das Auftreten von Rechtsradikalen in Bad Nenndorf. Durch möglichst viele Teilnehmer soll deutlich erkennbar werden, dass Bad Nenndorf kein Ort für Veranstaltungen gegen Demokratie und Menschenwürde sein will. „Daher bittet der Vorstand der Skigemeinschaft jeden, der sich hinter diesen Zielen versammeln kann, an der Kundgebung teilzunehmen.“ r

Waltringhausen. Tansania ist ein Land in Ostafrika. Es ist zweieinhalb mal so groß wie Deutschland, aber dort leben nur halb so viele Menschen. Tansania ist reich an Attraktionen. Dort liegt die Serengeti, der Kilimandscharo und der Viktoriasee. Die Insel Sansibar, die ebenfalls zu Tansania gehört, hat kilometerweite weiße Sandstrände zu bieten. Aber Tansania zählt gleichzeitig zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Aids-Rate beträgt 8,8 Prozent. Dadurch bleiben viele Waisen zurück, deren Eltern an der Immunschwäche gestorben sind. Wiebke Schaper, ehemalige Waltringhäuserin, will diesen Kindern helfen.

29.07.2009

Bad Nenndorf. Protest gegen Neonazis: Nicht nur die Presse ist von der Gesprächsrunde des Stadtdirektors mit den Vereinen und Organisationen ausgeschlossen gewesen, auch der mitgliederstärkste Verein in Bad Nenndorf, der VfL, hat keine Einladung von der Stadt erhalten. Und taucht folglich nicht in der gemeinsamen Erklärung der Vereine auf (siehe SN-Ausgabe vom Sonnabend). Der VfL hat sich daher erneut mit einem eigenen Aufruf an alle Sportler gewandt.

28.07.2009

Bad Nenndorf / Hannover. Großer Auflauf für einen kurzen Film. In der AWD-Arena hat gestern Staatsbad-Chef Peer Kraatz gemeinsam mit Innenminister Uwe Schünemann und Hannover-96-Präsident Martin Kind den neuen Anti-Rassismus-Spot präsentiert. Zu sehen ist der einminütige Clip vermutlich morgen gegen 19 Uhr im Deutschen Sport Fernsehen vor dem Testspiel zwischen Hannover 96 und Arsenal London. Von diesem Zeitpunkt an läuft er auch auf der Internet-Seite der Schaumburger Nachrichten.

27.07.2009