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Die Kneipp-Kita bleibt

Bad Nenndorf Die Kneipp-Kita bleibt

Überraschende Wende bei der Umgestaltung der Kinderbetreuungslandschaft in Bad Nenndorf: Der Kindergarten Bahnhofstraße soll nun doch nicht, wie seit Herbst 2015 geplant, schließen und in das neue Gebäude an der Feuerwehr ziehen. Das heißt aber auch nicht, dass der Neubau abgeblasen wird.

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Der Betrieb an der Bahnhofstraße geht weiter wie bisher.

Quelle: Archiv

BAD NENNDORF. Informationen dieser Zeitung dazu bestätigte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt.

Vielmehr errichtet die Samtgemeinde den Kindergarten neben der Krippe, die bereits im Werden ist, zusätzlich und lässt den Betrieb an der Bahnhofstraße weiterlaufen wie gehabt. Zustande gekommen ist dies, weil die Verwaltung noch einmal nachgerechnet hat.

Eigentlich sollte ein Kindergarten mit vier Gruppen zu je 25 Plätzen gebaut werden. Macht 100 neue Plätze. Die Kita Bahnhofstraße zählt derzeit 65 Kinder. Es kämen also 35 neue Plätze hinzu. Da die Samtgemeinde aber mit dem Betreiber, der Klax gGmbH, ein integratives Konzept plant, kämen in den vier Gruppen wohl nur 20 Kinder unter, weil der Betreuungsschlüssel höher ist. Somit würde die Zahl der neu geschaffenen Plätze auf nur 15 schrumpfen.

Übergangslösung für Kinder ohne Kitaplatz

Im Gespräch mit dieser Zeitung verwies Schmidt zudem auf die 33 Kinder, denen die Samtgemeinde im Sommer 2017 keinen Kitaplatz anbieten kann. Für diese werde eine Übergangslösung eingerichtet. Doch es sei absehbar, dass beim Bezug des Kindergartens – geplant für 2018 – erheblich mehr als 15 Jungen und Mädchen im neuen Kindergarten untergebracht werden müssen. Wahrscheinlich auch mehr als 33, denn die Kommune rechnet wegen der Baugebiete weiter mit steigenden Kinderzahlen.

Daher entschloss sich die Verwaltung, den Kindergarten Bahnhofstraße fortbestehen zu lassen. Das kann das Rathaus selbstredend nicht allein entscheiden. Doch Schmidt erklärte, dass sich sämtliche bisher dazu befragte Politiker – darunter alle Fraktionssprecher – positiv zu dem Schritt geäußert haben. „Seit ich im Amt bin, laufen wir dem Defizit bei der Kinderbetreuung hinterher. Um in den kommenden Jahren mal etwas Ruhe zu haben, ist diese Entscheidung die einzig sinnvolle“, so Schmidt.

Auch Grundschule benötigt Platz

Allerdings ergeben sich damit offene Fragen. Da wäre vor allem der Platzbedarf der Grundschule, die die Räume der Kneipp-Kita zugesprochen bekommen hätte. Hinzu kommt, dass die Mensa wohl bald aus dem ab Sommer 2017 leer stehenden kleinen Gymnasium ausziehen muss. Denn der Landkreis will den gesamten Komplex aufgeben.

Doch Schmidt hat ein Signal aus dem Kreishaus erhalten, wonach die Samtgemeinde Nenndorf wohl Räume in dem Gebäude weiterhin wird belegen dürfen. Dazu soll eine Vereinbarung ausgearbeitet werden. Schmidt räumt ein, dass dies ebenso wie die wachsende Zahl an Kitaplätzen die Kommune Geld kostet. „Aber das ist ein Luxusproblem. Andere Gemeinden überlegen, welchen Kindergarten sie als nächstes schließen müssen“, sagt der Verwaltungschef.

Die Leiterin des Kneipp-Kindergartens an der Bahnhofstraße, Johanna Behling-Wrede, ist überglücklich. Sie spricht von ihrem "schönsten Weihnachtsgeschenk". Denn sie, die Erzieherinnen und die Kinder hätten sich am alten Standort pudelwohl gefühlt. Und nun könne das Team dort das Kneipp-Konzept weiterentwickeln. gus

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