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Die Liebe zu dem einen Gott

Vortrag von Wolfgang Reinbold Die Liebe zu dem einen Gott

Jahrhundertelang haben Christen und Muslime in erster Linie die Unterschiede beider Religionen thematisiert und sich von einander abgegrenzt. Dabei gibt es viele gemeinsame Nenner – schließlich haben beide Religionen die selbe Wurzel im alten Israel.

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Wolfgang Reinbold

Quelle: göt

Bad Nenndorf. Die theologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christen und Muslimen hat Wolfgang Reinbold, Arbeitsstelle Kirche und Islam in Hannover, auf Einladung Pastor Achim Schultz-Waßmuths von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Nenndorf referiert. Der Vortrag stieß auf reges Interesse. Der Gemeindesaal war voll besetzt, und es mussten sogar noch Stühle zusätzlich aufgestellt werden.

„Wir reden noch nicht lange miteinander“, erklärte Reinbold. Auf beiden Seiten fielen im Laufe der Jahrhunderte wohlwollende Worte genauso wie harte Attacken. Zwischen beiden Religionen gibt es einige wesentliche Unterschiede, die Reinbold seinen vorwiegend christlichen Besuchern erklärte.

Im Koran wird Jesus zwar als Marias Sohn, als Gesandter, Wort und Geist Gottes beschrieben, aber nicht als sein Sohn. Jesus ist ein Prophet, genau wie Mohammed. „Das ist die religionstrennende Differenz“, so Reinbold. Zudem kennt der Koran keine Trinität.

Harte Worte über den Koran von Martin Luther

Christen und Muslime verurteilten den vermeintlichen Irrglauben der jeweils anderen Religion. Unter anderem Martin Luther fand dafür harte Worte. Der Koran sei „voller Lügen, Fabeln und aller Gräuel“, schrieb er. Auch im Augsburger Glaubensbekenntnis findet sich der Islam im ersten Artikel in der Ketzerliste wieder. Dies heißt aber auch, dass die Christen den Islam als christlichen Glauben ansahen – „nur eben falsch“, so Reinbold.

Auch im Islam findet man Abgrenzungen zum Christentum. So heißt es dort gegen die Trinität, jeder sei ungläubig, wer Gott etwas beistellt. Demjenigen werde das Paradies verwehrt, und sein „Zufluchtsort wird das Höllenfeuer sein“. An anderen Stellen klingt es hingegen deutlich milder: Wer an Gott glaubt und rechtschaffen handelt, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn und braucht keine Furcht zu haben. Im Grunde genommen stößt sich der Islam gegenüber den Christen besonders an zwei Punkten: „Weg mit der Trinität und weg mit der komischen Lehre über das Kreuz – dann ist alles gut“, fasste es Reinbold zusammen.

In den letzten Jahrzehnten sei der Umgang miteinander immer respektvoller geworden mit der Erkenntnis, dass beide Religionen den gleichen Gott anbeten. „Seitdem gibt es einen Dialog“, so Reinbold. Grundlegende Prinzipien bei der Annäherung sind die Liebe zu dem einen Gott und die Nächstenliebe, die sowohl Christen als auch Muslime predigen. göt

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