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Die Sonne im Gepäck

Bad Nenndorf Die Sonne im Gepäck

Ist es ein Fahrrad? Ist es ein Auto? Ist es eine Seifenkiste? Nein – es ist ein selbst gebautes Elektro-Velomobil. 

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Hardy Johnson in seinem selbst gebauten Elektro-Velomobil. 

Quelle: wil

BAD NENNDORF. Hardy Johnson ist ein Tüftler. Wenn er eine Idee hat, setzt er sie um. Vom Fahrrad über ein Liege-Rad kam er schließlich zu einem Liege-Dreirad. Dies baute er zum Velomobil um – also zu einem Fahrrad mit einer kapselförmigen Verkleidung. Was noch fehlte, war ein Elektromotor, um sich bei längeren Fahrten unterstützen zu lassen. Also begann der 29-Jährige, der seit einigen Monaten in Bad Nenndorf wohnt, sein Liege-Dreirad seinen Wünschen entsprechend umzubauen.

Der Zufall spielte ihm dann vor wenigen Wochen ein Solarmodul in die Hände. Zwar ist die Reichweite des Elektro-Velomobils, was übrigens für den Straßenverkehr zugelassen ist, nicht schlecht – doch, so dachte sich Johnson, ist da noch Luft nach oben. Mit dem Solarmodul kann er den Motor unterwegs aufladen. Also baute der 29-Jährige sein Gefährt entsprechend um. Er entwickelte einen Anhänger für sein Velomobil und passte diesen genau auf die Maße des Solarmoduls an.

200 Kilometer sind kein Problem

Die Steckdose hat er nun immer dabei und kann die Akkus seines Elektromotors sogar während der Fahrt aufladen. Mit dem Solarmodul auf dem Dach des Anhängers hat er nun eine fast unbegrenzte Reichweite. Die längste Strecke bisher waren rund 200 Kilometer, erzählt der Tüftler. Doch plant er schon eine doppelt so lange Strecke im Laufe des Sommers: „Einfach das Zelt und alles was man braucht hinten rein, und los geht‘s“.

Immer wenn ihm etwas fehlt, baut Johnson es einfach an. So hat es ihn beispielsweise auf dem Weg vom Badesee zurück nach Hause gestört, dass er Badehose und Handtuch nicht direkt trocknen konnte. Kurzerhand stattete er den Anhänger mit zwei Wäscheleinen aus. Die Elektronik bietet außerdem einen Anschluss für kleine Elektrogeräte. „So habe ich alles dabei, was nötig ist“, erklärte er. Also rein ins Velomobil und los geht es – die Sonne immer im Gepäck.

Doch nicht nur mit dem Velomobil zieht Johnson seit einiger Zeit die Blicke vieler neugieriger Passanten auf sich. Seine Einkäufe lässt sich der Bad Nenndorf in der Regel von einem fernsteuerbaren Auto nach Hause tragen. „Ich weiß es nicht mit Sicherheit“, räumte Johnson ein, „aber ich glaube, das ist das größte fernsteuerbare Auto in Deutschland“. Auch dieses Gefährt hat er selbst entworfen und gebaut. Diverse Videos zu diesem und weiteren Projekten findet man auf seinem „Youtube“-Kanal „hanoverview“. göt

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