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Die Stadt soll die Therme übernehmen

Staatsbad will Landgrafentherme abgeben Die Stadt soll die Therme übernehmen

Die Stadt Bad Nenndorf verhandelt mit dem Land Niedersachsen darüber, die Landgrafentherme zu übernehmen. Entsprechende Gerüchte hat am Montag das Finanzministerium per Pressemitteilung bestätigt.

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Bad Nenndorf. "Aktuell werden mit der Stadt Bad Nenndorf erste Sondierungsgespräche zur möglichen Übernahme des ehemaligen Gebäudes der Kurverwaltung sowie des Betriebsteiles Landgrafentherme geführt“, heißt es in dem Schreiben. Das Land stehe einerseits zu seiner Verantwortung gegenüber den Staatsbädern (Bad Nenndorf und Bad Pyrmont), die es einst vom Land Preußen übernommen habe.

Doch andererseits sei Niedersachsen „in der Pflicht, sowohl dem härter werdenden Wettbewerb im Gesundheitsmarkt als auch der zukünftigen Bewältigung seiner zahlreichen anderen Aufgaben Rechnung tragen zu müssen“. Dazu zähle auch die Verpflichtung, auf neue Schulden zu verzichten, sprich: die sogenannte Schuldenbremse einzuhalten.

Vor diesem Hintergrund prüfe das Land fortlaufend mögliche Optionen, inwiefern vorhandene Strukturen und Einrichtungen weiter entwickelt werden können. Und dabei werde auch erörtert, ob sich das Land von einzelnen Teilbereichen und Liegenschaften des Staatsbades trennt. Eine Option sei dabei ein Vertrag mit der Stadt als kommunale Gebietskörperschaft zur Übernahme von Therme und Ex-Kurverwaltung.

Derartige Verhandlungen hatte es in Bad Nenndorf bereits im Jahr 2004 gegeben. Sie mündeten 2005 in die Teilkommunalisierung des Staatsbades. Dabei übernahm die damals noch schuldenfreie Stadt die historischen Gebäude des ehemaligen Badebetriebes – vom Schlösschen bis zum Kolonnadenhaus – sowie den Kurpark.
Das Land Niedersachsen verpflichtete sich im Gegenzug zu jährlichen Zahlungen an die Stadt. Denn der Betrieb der Gebäude und des Parks kostet schließlich Geld. Über die Jahre sollte Bad Nenndorf einen Weg finden, diese Aufgaben aus eigener Kraft zu finanzieren, was viele Beobachter schon früh bezweifelten. Die Zweifler sind insofern im Recht geblieben, als auch heute noch kein Geld mit dem Park und den Gebäuden zu verdienen ist.

Bis 2018 fließen noch 300 000 Euro jährlich vom Land. Ausgangswert war eine Zahlung von einer Million Euro per anno gewesen. Stufenweise ging es über 800 000 und 500 000 Euro hinunter zum heutigen Wert. Da die Therme ein Verlustgeschäft ist, muss die Stadt sich nun also überlegen, ob sie einen weiteren defizitären Bereich in ihre Regie übernehmen möchte.

Ein Pluspunkt wird sein, dass das Land das Bad seit Anfang März gründlich aufmöbelt. Jetzt startete die Sanierung des Innenbeckens und der Lüftungsanlage für rund 3,6 Millionen Euro. „In den vergangenen Jahren wurden im Staatsbad Investitionen in einer Größenordnung von über 20 Millionen Euro getätigt“, schreibt das Finanzministerium. Zu den Großprojekten gehörten die Sanierung des Moorbadehauses und die Modernisierung sowie die Erweiterung der Landgrafenklinik. Einen Zeitplan für die Verhandlungen gibt es laut Finanzministerium nicht. gus

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