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Die Stadt soll nicht hässlicher werden

Bauausschuss Die Stadt soll nicht hässlicher werden

Eigentlich wollte der Bauausschuss in dieser Woche ein Papier verabschieden, dass die Höhen neuer Gebäude entlang der Hauptstraße regelt.

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Die Baulücke am Immenkamp soll mit Häusern gefüllt werden. Deren Größe wird kritisiert.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Doch der Entwurf des Bebauungsplans Hauptstraße fiel durch. Begründung: Den Politikern aller Lager waren die Vorgaben zu lax.

 Ziel des Vorhabens ist es, die Gebäudehöhen im Gebiet von der Kreuzstraße bis zum Immenkamp und von der Straße Am Friedhof bis zur St.-Godehardi-Kirche an die vorhandenen Häuser ringsherum anzugleichen. Ein so üppiger Wohnkomplex, wie er gegenüber der Tankstelle steht, soll nicht noch an anderer Stelle errichtet werden dürfen. Eine Bauvoranfrage zu einem groß dimensionierten Komplex auf der Wiese neben dem Hotel „Berlin“ liegt im Rathaus bereits vor.

 Der Waltringhäuser Architekt Ivar Henckel stellte im Bauausschuss den Entwurf des Bebauungsplans vor, der dieser politischen Forderung Rechnung tragen sollte. Bereits die Bestandsaufnahme ließ aufhorchen: Baurechtlich handelt es sich bei dem Wohnkomplex gegenüber der Tankstelle um ein dreigeschossiges Haus, weil Keller und Dachetage keine Vollgeschosse seien.

 Zwar gibt der Bebauungsplan auch weitere Maximalmaße vor, beispielsweise zur Firsthöhe (Gebäudespitze), zur Traufhöhe (Maß bis zur Dachunterkante) und zu seitlichen Dimensionen, doch welche Gebäudeausmaße der Plan dann noch zuließ, bescherte Henckel deutliche Kritik.

 SPD-Sprecher Volker Busse war spürbar unzufrieden: Ziel sei es gewesen, „bestimmte Dinge zu verhindern“. Der nun vorgelegte Planentwurf tue aber das Gegenteil: Die Stadt ermögliche es Investoren weiterhin, dafür zu sorgen, „dass Bad Nenndorf hässlicher wird“. Der SPD-Mann störte sich auch daran, dass nach wie vor Niveausprünge von ein- zu viergeschossigen Häusern direkt nebeneinander möglich wären, wenn die Stadt den jetzigen Vorschlag verabschiedete.

 WGN-Politiker Bernd Zimmermann schloss sich Busses Worten an. Auch er forderte, dass sich die Höhen neuer Gebäude am Niveau der benachbarten, niedrigeren Häuser orientieren. „Wir müssen ganz konsequent mit den Firsthöhen aufpassen.“ Auch Marlies Matthias (CDU) pflichtete ihren Vorrednern bei. Eine generelle Reduzierung um eine Geschosshöhe wäre ratsam, so Matthias.

 Angesichts der offenen Fragen plädierte Heinrich Steding (CDU) dafür, den Bebauungsplan noch einmal zur Beratung in die Fraktionen zu geben. So votierte der Ausschuss. Zu klären ist auch, ob die Änderung am Bebauungsplan per städtebaulichem Vertrag den Investoren in Rechnung gestellt werden kann. gus

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