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Die Volksbank zahlt für Lückenschluss

Bad Nenndorf Die Volksbank zahlt für Lückenschluss

Die Volksbank in Schaumburg soll die Kosten für den Gehweg-Lückenschluss am Horster Kreisel und für eine Bedarfsampel an der Westlichen Entlastungsstraße übernehmen. Dazu handeln Stadt und Kreditinstitut derzeit einen städtebaulichen Vertrag aus.

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Bad Nenndorf. Entsprechende Informationen bestätigten Stadtdirektor Mike Schmidt und Volksbank-Vorstand Reinhard Schreeck auf Anfrage. „Wir sind uns zu 95 Prozent einig. Jetzt geht es noch um die Details“, sagte Schreeck. Nach Worten Schmidts wird der Vertragsentwurf derzeit im Rathaus erstellt.

Der Vorstoß der Verwaltung war am Rande politischer Gespräche auf den Tisch gekommen. Der Lückenschluss am Horster Kreisel wird seit Jahren gefordert, besonders nachdrücklich war CDU-Ratsherr Erich Thies für das Projekt eingetreten.

Die Begründung: Je mehr Grundstücke im Wohngebiet Vorderes Hohefeld bebaut werden, desto mehr Radfahrer und Passanten sind an der Stelle unterwegs. Der Bahnhof ziehe umso mehr Verkehr auf die Entlastungsstraße, und nun soll noch das Baugebiet Hinteres Hohefeld kommen. Thies drängte darauf, dass auch das letzte Viertel des Kreisels mit einem Rad- und Gehwegstück versehen wird, um speziell Kindern die Passage zu erleichtern. Denn diese weichen sonst auf die Straße aus.

In der Sache hatte der CDU-Politiker seine Ratskollegen bald überzeugt. Doch die hohen Kosten für das recht kleine Projekt – es waren 70000 Euro in der Diskussion – schreckten die Stadt ab.

Noch nicht ganz so alt ist die Diskussion um die Bedarfsampel auf Höhe der Wegverbindung zum Sportgelände. Weil zu erwarten ist, dass immer mehr Menschen aus den Wohngebieten diese Strecke benutzen, sollte die dortige Verkehrsinsel mit einer zusätzlichen Signalanlage versehen werden. Auch dafür dürften die Kosten gut im fünfstelligen Bereich liegen. Da der Bedarf vor allem auf die Rolle der Volksbank als Investor bei den Baugebieten zurückgeht, soll diese nun auch die Kosten tragen.

Ähnlich ist die Argumentation beim Lückenschluss am Kreisel, denn dort treibt der Umstand die Kosten in die Höhe, dass ein Lärmschutzwall für das Vordere Hohefeld teils aufwendig abgetragen und neu modelliert werden muss.

Mit dem Vorstoß, die Erledigung beider Vorhaben in einem städtebaulichen Vertrag festzulegen, läutet die Kurstadt gewissermaßen einen Kurswechsel ein. In der Vergangenheit hatten Politiker häufig kritisiert, dass die Stadt der Volksbank allzu leicht grünes Licht gibt, wenn es um das Ausweisen von Baugebieten geht. Allerdings wiesen zahlreiche Politiker auch darauf hin, dass es der Stadt dient, wenn ein Investor neue Baugebiete auflegt, denn vom Zuzug profitiere Bad Nenndorf. So sieht es auch Schreeck: „Wir gehen auch davon aus, dass unsere Tätigkeit im Dienste der Stadt steht.“

Jetzt fordert die Verwaltung ein, dass das Geldinstitut einen Teil der Folgekosten neuer Baugebiete übernimmt. Dem Vernehmen nach regelt der Vertrag auch die Einzelheiten über den Bau einer Verbindungsstraße zwischen dem jetzigen Wohngebiet und dem neuen Areal Hinteres Hohefeld. gus

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