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Die Wellness-Baustelle

Arbeiten am Innenbecken der Landgrafentherme schreiten voran Die Wellness-Baustelle

Seit Monaten ist ein Bereich der Landgrafentherme von Bauzäunen umstellt. Was dahinter vor sich geht, können die Passanten nicht sehen, weil Planen die Sicht verstellen.

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Staatsbad-Geschäftsführer Maik Fischer (Mitte) und einige seiner Mitarbeiter besichtigen die Baustelle.

Quelle: gus

BAD NENNDORF. Doch es wird gearbeitet am Innenbecken, dessen Sanierung sich das Land rund 3,6 Millionen Euro kosten lässt. Aber wie es sich gehört für ein Wellnessbad, wird leise gearbeitet, scherzt Staatsbad-Geschäftsführer Maik Fischer.

Zumindest vom Abbruch des alten Beckens und vom Abschlagen der Fliesen hätte viel Lärm ausgehen müssen. Doch nur an zwei Tagen waren die Arbeiter mit dem Presslufthammer im Einsatz. Das Becken entfernten sie mit einem Bagger, der den Stahlbeton per Hydraulikzange beinahe geräuschlos „weg knabberte“, wie es der technische Leiter des Staatsbads, Axel Littmann, formuliert.

Doch das Entkernen liegt bereits lange zurück. Die Schale für das Becken ist Anfang August installiert worden. Darauf wird nun in Kürze der Beckenboden eingegossen. Das neue Bassin bekommt eine andere Form, wird etwas breiter, wie Fischer erklärt. Dies soll den Therapeuten mehr Platz gewähren. Mit einer Tiefe von maximal 1,35 Metern werde es sich auch gut für Babyschwimmen und Seepferdchenkurse eignen.

Mehr Familien unter den Gästen

Beides wurde in der Therme auch bisher schon rege nachgefragt. An den Wochenenden registriert der Betrieb zudem mehr und mehr Familien unter den Gästen. Dem trägt das Staatsbad Rechnung, indem ein Familienbereich mit Wickelkommode gebaut wird. Auch der gesamte Sanitärbereich neben dem Innenbecken wird modernisiert.

Technisch bleibt nichts beim Alten, alles muss raus. Die Lüftungsanlage wird ebenfalls erneuert, sodass ein besseres Raumklima herrscht, wie Andrea Niemann, Leiterin der Therapieplanung, erklärt. Insgesamt geht Fischer von einer deutlich spürbaren Steigerung des Badekomforts aus.

Bei den Therapieangeboten kann das Staatsbad den 400000 Litern Wasser, die das Innenbecken fasst, per Scheinwerfer unterschiedliche Farbtöne verpassen. Solche Lichteffekte werden immer häufiger eingesetzt. Das Außenbecken verfügt bereits über diese Technik.

Arbeiten liegen im Plan

Von der jetzigen Sanierung erhofft sich das Staatsbad auch energetische Vorteile, was wiederum die Betriebskosten senken wird. Dieser dritte Schritt bei der Thermenmodernisierung – in den vergangenen elf Jahren waren der Sauna- und Wellnessbereich sowie das Außenbecken erneuert worden – dauert voraussichtlich bis zum kommenden Frühjahr. Derzeit liegen die Arbeiten im Plan. Dabei müssen immer wieder Trocknungsphasen berücksichtigt werden. Beispiel: Erst wenn der Beton des Beckens ausgehärtet ist, kann die Abdichtungsschicht aufgetragen werden. Und erst wenn diese trocken ist, können die Fliesen verlegt werden. Deren Farbe wird in Kürze festgelegt.

Mit den aktuellen Besucherzahlen ist Fischer zufrieden. Trotz Baustelle zähle das Staatsbad im Durchschnitt 300 Gäste pro Tag. An Spitzentagen kämen mehr als 500. Dafür spricht der Geschäftsführer dem Thermen-Team ein großes Lob aus. Die Zahlen lägen nur leicht unter denen vor dem Baustart. gus

factbox

Therapie weiter garantiert

Bei den derzeitigen Übergabe-Verhandlungen zwischen Staatsbad und Stadt Bad Nenndorf ist eine Bedingung, dass das Staatsbad weiterhin Therapieangebote in der Landgrafentherme anbieten kann, auch wenn die Kommune zu deren Betreiber würde. Die Gespräche drehen sich in diesem Punkt vor allem um den Umfang des Angebots und die Höhe der Vergütung. Staatsbad-Geschäftsführer Maik Fischer erklärte beim Baustellenrundgang aber auch, dass dies kein Nachteil, sondern eher ein Vorteil für den künftigen Betreiber ist. Denn dieser kann auf eine sichere Einnahmequelle bauen. gus

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