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Disterbike verlegt Standort

Geschäft vor dem Absprung Disterbike verlegt Standort

Deister-Bike scheint Bad Nenndorf den Rücken zu kehren. Nach SN-Informationen ist zumindest die Ansiedlung an der Kreuzung Drei Steine endgültig vom Tisch.

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Bad Nenndorf. Anlass dafür, dass der Fahrradhändler überhaupt nach neuen Räumen Ausschau halten muss, sind die Expansionspläne des Discounters Aldi und des E-Centers in der Bückethaler Landwehr. Aldi verdrängt deshalb den Tedi-Laden. Das E-Center möchte seinen Getränkebereich auslagern und erhält dafür die Räume, in denen jetzt noch Deister-Bike residiert.

Anfang 2017 müsste der Familienbetrieb raus. Deshalb hatte Stadtdirektor Mike Schmidt einen Umzug an die Kreuzung Drei Steine vorgeschlagen, wo später auch Lidl unterkommen könnte. Doch dann entspann sich eine Debatte um ökologische Ausgleichsflächen, die an Drei Steine hätten realisiert werden sollen, aber nie entstanden sind. Außerdem hieß es, dass archäologische Untersuchungen den Neubau für Deister-Bike verzögern würden.

Hinzu kam eine Diskussion um Mehrkosten für eine Abbiegespur. Dies ist laut Schmidt aber vom Tisch. Dennoch zog Deister-Bike die Reißleine und favorisiert nun einen Standort außerhalb Nenndorfs und Rodenbergs. Das Unternehmen möchte sich dazu nicht äußern. Schmidt versicherte, er wolle weiter versuchen, Deister-Bike in der Samtgemeinde zu halten. In dieser Woche habe er dem Unternehmen ein neues Angebot gemacht.

Dem Vernehmen nach ist die Familie Hendschke, die Deister-Bike betreibt, auch verschnupft darüber, dass freie Flächen rechts und links des jetzigen Standorts nicht für eine Umsiedlung zur Verfügung stehen beziehungsweise anderweitig vergeben wurden. Deister-Bike wäre wohl auch gern hinter den Baumarkt gezogen, doch die dortige Fläche wurde – trotz Interessenbekundung seitens des Fahrradhändlers – dem Betreiber eines Waschparks zugesprochen.

Schmidt, der sich zum Credo gemacht hat, kein einheimisches Unternehmen aus Mangel an Expansionsflächen abwandern zu lassen, bezeichnet die Situation als bedauerlich, die Waschpark-Ansiedlung erfolgte vor seiner Amtszeit. In einem Schreiben von Deister-Bike werde sein Bemühen um den Verbleib des Traditionshauses ausdrücklich gelobt. Im selben Schreiben macht Deister-Bike die Panikmache „eines Ratsherrn“ für die Entscheidung zum Weggang verantwortlich. Dabei handelt es sich um den WGN-Politiker Bernd Zimmermann, der die Debatte um die Ausgleichsflächen angestoßen hatte. Doch der weist die Schuld von sich. Das Versäumnis hinsichtlich der Ausgleichsflächen habe nicht er zu verantworten, sondern die Stadt. Diese hätte an der Stelle Anpflanzungen vornehmen müssen, um den Eingriff in die Natur, der mit einem Neubaugebiet verbunden war, aufzuwiegen. Für Zimmermann ist die an den Waschpark vergebene Fläche der Auslöser des Problems.

 Auf archäologische Untersuchungen würde der Kreis wohl sowieso pochen, sobald gebaut wird, denn an Drei Steine stand einst ein Galgen.  gus

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