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Dubios und undurchsichtig

Bad Nenndorf / Tiere Dubios und undurchsichtig

So langsam fasst „Mayline“ Vertrauen zu ihren Betreuern vom Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf. Dennoch bleibt sie stets wachsam und bereit zur Flucht, wie die Vorsitzende Jutta Schneider erzählt.

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Auch nach Wochen fehlt von „Maylines“ Eigentümern jede Spur.

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Die Geschehnisse um die scheue Hündin aus Bulgarien, die aus ihrer Pflegestelle in Bad Münder weggelaufen ist (wir berichteten), bleibt weiter undurchsichtig. Die Organisation „Glück für 4 Pfoten“, die die Hündin an die Pflegestelle vermittelt haben soll, hat sich noch immer nicht gerührt.

 Die einstige Pflegerin von „Mayline“, die den Hund bis zu dessen endgültiger Vermittlung betreuen sollte, war inzwischen bei der Tierauffangstation in Bad Nenndorf, um „ihren“ Hund abzuholen. Schneider lehnte ab. „Ich gebe ,Mayline‘ nicht heraus, solange ich nichts Offizielles habe.“ Bislang habe Schneider lediglich einen Blick auf einen bulgarischen Impfpass werfen dürfen, von dem sie nicht einmal sicher sagen könne, ob er tatsächlich zu „Mayline“ gehört. „Auch sonst liegen mir keine Papiere vor.“ Diese müssten sich bei der Organisation, die das Tier aus Bulgarien eingeführt hat, als Eigentümerin befinden. Diese erweist sich jedoch als äußerst dubios.

 Die Gruppe „Glück für 4 Pfoten“ – nicht zu verwechseln mit dem Tierschutzverein „Glück auf 4 Pfoten“ – präsentiert sich auf ihrer Homepage sowie in sozialen Netzwerken als „Tierschutzverein in Gründung“, der angeblich Tierschützer in anderen Ländern unterstützt und verwahrloste Tiere nach Deutschland vermittelt. Allerdings findet sich auf der Internetseite weder ein namentlicher Ansprechpartner, noch eine Adresse oder Telefonnummer – nur eine E-Mail-Adresse und zahlreiche Spendenaufrufe. Die einzige Telefonnummer, die Schneider von der Pflegestelle erhalten habe, ist eine bulgarische.

 Als Vereinssitz ist laut der Internetseite zwar Wittmund vorgesehen, aber bei der zuständigen Registerstelle in Aurich sei ein solcher Verein nicht bekannt, sagt Schneider. E-Mails an die genannte Adresse blieben auch nach Wochen unbeantwortet. „Ich habe die Sache jetzt auch weitergeleitet an das Veterinäramt Hameln, die für Bad Münder zuständig sind.“

 „Mayline“ wurde inzwischen entwurmt und entfloht und soll in Absprache mit einem Tierarzt noch geimpft werden. Ohne Papiere bleibt die Situation aber äußerst schwierig, sagt Schneider. Vermitteln zumindest kann sie „Mayline“ erst einmal nicht, „sie gehört uns ja nicht“. Sie werde nun weiterhin versuchen, mit der Organisation in Kontakt zu treten.   kle

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