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Bad Nenndorf Dubiose Machenschaften
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Dubiose Machenschaften
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00:16 04.02.2017
Der Labradorwelpe Lotta sucht ein neues Zuhause. Quelle: js
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Bad Nenndorf

So ist es einer Frau aus der Nähe Bad Nenndorfs ergangen, deren Labradorjunges nur wenige Tage nach dem Kauf an einer Infektionskrankheit verstorben ist.

Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rodenberg/Bad Nenndorf, kennt solche Fälle zu Genüge. „Tiere werden im Internet oft wie Wegwerfartikel zum Kauf angeboten“, sagt sie. Unseriöse Züchter beziehungsweise Verkäufer machen sich die Unwissenheit potenzieller Käufer zunutze und veräußern ihre Vierbeiner gewinnbringend im großen Stil. „Man kann teilweise von mafiösen Strukturen sprechen“, so Schneider.

Auch der Welpe der Geschädigten kam von solch einer schwer nachvollziehbaren Zucht, wie Schneider berichtet. Im Internet hatte der Verkäufer angegeben, dass der Hund ein Geschenk für dessen Mutter gewesen war, diese damit aber nicht zurechtgekommen sei.

Einträge fehlten im Impfausweis

Dass im Impfausweis sowohl der Name des Züchters als auch des Erstbesitzers fehlten, fiel der Dame erst später auf und dass die Kaufabwicklung ohne eine Bestätigung in Form einer Quittung oder eines Kaufvertrags erfolgte, machte die Frau ebenfalls nicht stutzig. 650 Euro zahlte sie für das Tier.

Daheim angekommen wurde der zwei Monate alte Vierbeiner schnell krank. Nach nur einer Woche kam die Hündin in die Tierklinik Hannover, wo sie schließlich eingeschläfert werden musste. Diagnose: Parvovirose.

Die hochansteckende Infektionskrankheit ist auf ein nicht geimpftes und immunschwaches Muttertier zurückzuführen, was ebenfalls für eine unseriöse „Massenzüchtung“ spricht. Über Umwege kam nun ein weiteres Tier aus dem selben Wurf von den ominösen Verkäufern aus dem Raum Hannover in der Tierauffangstation an. Lotta wurde bereits negativ auf den Virus getestet und erfreut sich glücklicherweise bester Gesundheit. Das aufgeweckte und liebvolle Weibchen sucht nun ein neues Zuhause in Schaumburg.

Seriöse Züchter zeigen Muttertier

Um derlei Schicksale zu vermeiden, appelliert Schneider an potenzielle Hundehalter, beim Kauf genau hinzuschauen. „Steht unter der Rubrik Züchter ein Name? Interessiert sich der Verkäufer, was später mit dem Hund passiert?“, seien Fragen, die man sich stellen müsse. Seriöse Züchter zeigen beispielsweise auch immer das Muttertier. Bei jenem „sollte darauf geachtet werden, ob das Gesäuge zu sehen ist“. Außerdem gebe der Umgang des ausgewachsenen Tiers mit den Welpen Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich um die Mutter handelt. Ferner rät Schneider dazu, den Kauf belegen zu lassen, um später zivilrechtlich gegen den Verkäufer vorgehen zu können, sollte dieser falsche Angaben gemacht haben.

Interessenten für Lotta können sich unter Telefon (0 57 23) 8 29 02 an die Tierauffangstation wenden. js

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