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Duell um die Kette

Bürgermeisterwahl in Bad Nenndorf Duell um die Kette

Das Rennen um das Bürgermeisteramt in Bad Nenndorf ist nach wie vor völlig offen. Sowohl Amtsinhaberin Gudrun Olk (SPD) als auch ihre Stellvertreterin und CDU-Kandidatin Marlies Matthias streben nach dem Posten – eine sichere Mehrheit hat keine von beiden.

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BAD NENNDORF. Vor der konstituierenden Sitzung am Mittwoch, 9. November, 18 Uhr, im Schlösschen steht somit nur eines fest: Es wird weiterhin eine Frau höchster Repräsentant der Kurstadt sein und sich die Bürgermeisterkette umhängen. Aus den eigenen Reihen werden weder Olk noch Matthias ausreichend Stimmen bekommen, denn beide Fraktionen verfügen über neun Mandate – der Rat umfasst 27 Sitze. Selbst mit der Stimme des Linken, Olaf Buschmann, der in der vergangenen Ratsperiode eine Gruppe mit der SPD gebildet hatte, würde es für Olk nicht reichen.

Und auch die Gruppenbildung CDU/FDP genügt nicht für Matthias, weil die Liberalen auch nur einen Sitz errungen haben. Den Ausschlag könnte die WGN geben, die über fünf Mandate verfügt, sich aber nicht auf eine der Bewerberinnen festgelegt hat. Und einen Fraktionszwang gibt es bei der Wählergemeinschaft grundsätzlich nicht. Die beiden Grünen im neuen Rat haben sich ebenso wenig festgelegt.

Für Aufregung hinter den Kulissen hat nach Informationen dieser Zeitung ein Vorstoß aus den Reihen der SPD gesorgt. Diese soll bei der CDU-Fraktion für Olk geworben haben. Dem Vernehmen nach hätte der Bürgermeisterposten im Falle einer Wiederwahl der Amtsinhaberin zur Mitte der Ratsperiode auf Matthias übergehen sollen.

Es kommt auf zwei Faktoren an

Doch diese hält ebenso an ihren Ambitionen fest wie Olk und will jetzt schon ins Amt. Aus der Tatsache, dass die CDU mit 33,9 Prozent der Stimmen (SPD: 31,7) stärkste Kraft bei der Wahl geworden ist, leitet Matthias, die als Bürgermeisterkandidatin angetreten war, einen Wählerauftrag für sich ab. So eindeutig ist das Ergebnis aber nicht, denn Olk hatte wiederum das beste Einzelergebnis (1196 Stimmen), Matthias lag auf Platz zwei (1088). Zwar stellt eigentlich die stärkste Fraktion den Bürgermeister, doch im Rat haben SPD und CDU jeweils neun Sitze.

Daher kommt es auf zwei Faktoren an: Einerseits, darauf, ob die großen Fraktionen beiderseits geschlossen votieren, und auf das Abstimmungsverhalten der übrigen Ratsmitglieder. Doch offenbar wird der CDU eine Stimme fehlen, weil ein Ratsherr die Sitzung urlaubsbedingt versäumt. Gewählt wird auf jeden Fall im geheimen Verfahren. Dies sieht die Niedersächsische Kommunalverfassung so vor, wenn mehr als ein Bewerber zur Wahl stehen.

Olk und Matthias wagen keine Prognosen. Mit einer Niederlage könnten beide leben, bekunden sie mit Hinweis auf das Demokratieprinzip. Matthias würde in dem Fall auch wie zuletzt als stellvertretende Bürgermeisterin weitermachen wollen. Diesbezüglich ist sich Olk noch nicht sicher. gus

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