Horsten (tes). „Super“, schwärmte Schülerin Jona, die mit ihren Freundinnen aus Bad Nenndorf über die Eisfläche tobte. Die große Frage lautete: Hält das Eis? Angesichts arktischer Temperaturen erübrigte sich diese geplante Eiswette. Schon tags zuvor hatte eine Messung der Feuerwehr eine Eisstärke von knapp 15 Zentimetern ergeben. Dennoch warnte Ortsbrandmeister Christian Oltrogge: „Die Eisfläche kann nur auf eigene Gefahr betreten werden.“ Aber was tun, wenn das Eis bricht? Die Feuerwehr hat bei der Eisparty das Gute mit dem Nützlichen verbunden: Im Rahmen einer Eisrettungsübung präsentierten die Aktiven vor den Augen der staunenden Gäste, wie es gelingt, eine Person aus dem eiskalten Wasser zu bergen.
Bäuchlings schoben sich mit Leinen gesicherte Rettungskräfte auf Steckleitern zum „Verunglückten“, der ebenfalls flach liegend auf einer Leiter zum Ufer gezogen wurde. Entscheidender Faktor sei die Zeit: Binnen 15 Minuten könne ein Mensch in dem ein bis zwei Grad Celsius kalten Gewässer an den Folgen einer Unterkühlung sterben, so Oltrogge.
Nachdem der Teich von der Interessengemeinschaft (IG) Horsten ausgebaggert wurde, hat sich die Alte Badeanstalt in ein Erholungsgebiet verwandelt, das längst kein Geheimtipp mehr ist. „Besonders viele Neubürger aus dem angrenzenden Bad Nenndorfer Baugebiet sind heute hier“, bestätigen Oltrogge und Kersten Dehne. Im Sommer finden am Grillplatz regelmäßig Feste der Vereine, Schulen und Kindergärten statt, ergänzen Jörg Wiegel und Thorsten Dehne, die wie alle Helfer von IG und Feuerwehr alle Hände voll zu tun hatten. Neben der Übung wurden mehr als 40 Liter Glühwein ausgeschüttet und immer wieder heißer Kakao nachgeordert.
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