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Ein Drittel mehr Bedürftige

DRK-Tafel muss mehr Kunden durch Flüchtlingszuwachs versorgen Ein Drittel mehr Bedürftige

Bedarf an günstigen Lebensmitteln gibt es auch unter Flüchtlingen. An der Rodenberger Allee sammeln sich die neuen Kunden regelmäßig vor der Tafel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

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BAD NENNDORF. „Von 2400 ist unser Kundenstamm im Landkreis auf weit über 3000 gestiegen“, sagt der Kreisvorsitzende Bernd Koller. Auf ein Drittel schätzt er den Anstieg der Nachfrage. Bei der Kleidung ist die Lage mit etwa 20 Prozent Mehrbedarf nicht ganz so dramatisch. Die verfügbare Herrenbekleidung und Schuhe sind tendenziell zu groß, für Damen ist die Auswahl wegen des größeren Spendenaufkommens reichhaltiger. Da aber täglich neue Ware ankommt, ließen sich auf kurz oder lang die meisten Kleidungswünsche erfüllen.

Das Angebot des DRK habe sich schnell in den Einrichtungen herumgesprochen. Köller könne gut verstehen, dass auch die Migranten bei den Lebensmitteln sparen wollen. Schließlich sei der Einkauf durchschnittlich etwa zehn Euro billiger.

„Unsere Mitarbeiter bekommen die größere Belastung deutlich zu spüren“, meinte Koller. Bei der örtlichen Tafel sind es drei Helfer, die dreimal die Woche alle Hände voll zu tun haben. Beschwerden über die große Ansammlung vor der DRK-Niederlassung am Rathaus haben sich nach Informationen von Stadtdirektor Maik Schmidt noch nicht ergeben.

Spenden reichen bisher für alle aus

Was die Waren angeht, kann Koller aber Entwarnung geben, denn die Spenden reichten bisher für alle aus. Die anfängliche Missgunst unter den deutschen Tafelkunden habe sich schnell gelegt, nachdem klar wurde, dass niemand leer ausgehen muss oder bevorzugt wird.

Gemüse und Brot stehe überwiegend auf der Einkaufliste, mit Schwarzbrot könnten die Flüchtlinge allerdings gar nichts anfangen.

„Produkte, die Schweinefleisch oder Gelatine enthalten, bieten wir muslimischen Menschen gar nicht an. Mit dem Sortieren haben wir schon unsere Erfahrung und es ist nicht schwierig“, so der Kreisvorsitzende.

Ein Drittel der neuen Tafelkunden sind Kinder. Wenn es die Spenden zulassen, versuchten die DRK-Helfer auch einmal, den Kleinen eine Freude zu machen. geb

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